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Fotografieren auf Reisen
Palmen sind das Symbol für Urlaub und Reisen. Auch in Schwarz-Weiß entströmt diesem Bild ein Hauch von Sonne, Strand und Moeres-rauschen.
Warum wird eigentlich auf Reisen so viel fotografiert? Die Kameraausrijstung ist im Grunde genommen sehr lästig, schränkt die Bewegungsfreiheit ein, erschwert das Gepäck und zieht zudenn Diebe magisch an.
Die großen Geheimnisse der Erde sind längst gelüftet und in den entlegensten Gegenden durchleuchten Magazine mit großem Aufwand jeden Winkel, um auch den letzten unentdeckten Stamm auf Doppelseiten präsentieren zu können. Die berühmten Sehenswürdigkeiten dieser Erde sind millionenfach fotografiert, Bildbände jeglicher Größenordnung überschwemmen den Buchmarkt und lassen jedes Land in all seinen Aspekten in farbigen Bildern erscheinen.
Sollen Reisebilder also Souvenirs sein, mit denen Erinnnerungen wachgerufen werden können? Oder sollen sie persönlich Erlebtes illustrieren? Ist es gar ihre Aufgabe, das Schöne auf der Welt zu zeigen, auch wenn mit gestalterischen Mitteln das Unschöne ausgegrenzt wird? Oder sind sie der Realität verpflichtet, die Klischees verbannt und das Leben in anderen Ländern so zeigt, wie es wirklich ist?
Es ist sicherlich müßig, darüber zu diskutieren, welche Art der Fotografie die Richtige ist, denn so vielfältig wie die Erlebnisse auf Reisen sein können, ist auch die Art und Weise diese bildhaft zu dokumentieren.
Reisefotografie ist der Blick von zu Hause in die Ferne, vom Gewohnten zum Ungewohnten. Ungeachtet des ständig zunehmenden Wissens über unsere Welt zeigt sich die menschliche Neugierde nach wie vor in ihrer ganzen Stärke. Diese Neugierde ist es auch, die
den Reisenden zu immer neuen Zielen lockt, ihm neue Erfahrungen vermitteln läßt und ihm die Sicht für andere Kulturen und Lebensweisen öffnen kann.
Die Fotografie kann eine Reise dokumentieren, kann Erinnerungen festhalten. Sie kann aber auch durch die intensive Beschäftigung mit Land und Leuten zu einer neuen Dimension des Reiseerlebnisses führen.
Der Weg ist das Ziel
Zielgerichtet, möglichst effizient und gut geplant, so wie im erfolgreichen Berufsleben, werden häufig die Maximen auch auf Reisen gesetzt. Da werden dann Hin- und Rückreise zu verlorenen Tagen und auch auf der Reise selbst wird nichts dem Zufall überlassen.
Daß es auch anders geht, zeigen jene Reisenden, denen der Weg wichtiger ist als das Ziel. Nicht nur das Ankommen ist entscheidend, sondern auch das Unterwegssein. Der Genuß des Reisens, Umwege, Gespräche, Zufälligkeiten: alles sind Erlebnisse, die den Weg in die Länge ziehen, und wer später ankommt hat mehr von der Reise.
Wer auf diese Weise reist, wird auch anders fotografieren, wer Erlebnisse nicht als Programmpunkte eines Reiseveranstalters sieht, wird Erlebtes auch anders wiedergeben können. Ereignisse am Rande, Menschen, Städte, Landschaften, alles verändert sich und mit jedem Kilometer findet man neue Motive. Das eigentliche Erlebnis liegt in unserer Wahrnehmung. Optische Eindrücke, Stimmen, Geräusche, Gerüche und Stimmungen - alles ist neu und alles ist faszinierend. So werden am Beginn der Reise auch häufig die meisten Fotos geschossen, weil man den