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Dorothea legte den Handspiegel beiseite und lächelte zufrieden. Ein wenig blaß sah sie noch aus, aber es war die Erschöpfung nach einem Kampf, den sie nun gewonnen hatte. Die Sonne schien durchs Fenster und setzte Glanz-lichter auf die Mahagonimöbel. Dorothea lehnte den Kopf auf das Kissen zurück und lauschte dem vertrauten Klang der Kirchenglocken. Ihre blonden Haare breiteten sich auf dem gestickten Leinen aus. Die dicke Steppdecke, die die Schultzen an den Seiten sorgfältig festgeklopft hatte, ließ Dorotheas Gesicht besonders schmal und zart erscheinen. Ja, sie hatte gekämpft und war belohnt worden. Dankbar blickte sie zu der Wiege hinüber. Sie sah zwar nur ein üppiges Spitzengeriesel, doch mit einem Schmatzen gab ihre kleme Tochter deutlich bekannt, daß ihre Laufbahn auf der ,Welt begonnen hatte.Frau Schultz trat ins Zimmer. Sie hatte sich bemüht, die Klinke leise herunterzudrücken, ließ sie dann jedoch mit einem vemehmlichen Ruck los. Obwohl sie auf Zehenspitzen ging, brachte sie mit ihrer kräftigen Figur das Parkett zum Knarren. Dorothea mußte lachen. Emst hatte neulich gesagt, wenn die Schultzen nicht mehr als Hebamme arbeiten könne, hätte sie gewiß auch beim Zirkus eine Qiance: Als tanzender Elefant, mein Dörting!. Doch auch Emst Bor-