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francisco josé de goya y lucientes wurde am 50.März 1746 in einem kleinen Haus geboren, das seiner Mutter Engracia Lucientes gehörte. Es stand in einer engen, staubigen Straße von Fuendetodos, einem armen Bauerndorf auf felsigen Hügeln in einer der verlassensten und unfruchtbarsten Gegenden Arago-niens. Der Vater, José Goya, hatte eine kleine Vergolderwerkstatt in Saragossa, doch war die Familie baskischer Herkunft; der Großvater hatte sich als Notar in der Hauptstadt Aragoniens niedergelassen. Die Familie blieb nur kurze Zeit in Fuendetodos, und Goya verbrachte seine Kindheit in Saragossa, wo er in der Schule des Paters Joaquín lesen und schreiben lernte. Dort schloß er eine enge Freundschaft mit Martin Zapater, die auch noch später viele Jalire lang durch einen regen Briefwechsel gepflegt wurde. Diese Korrespondenz wurde nur teilweise veröffentlicht, sie ist jedoch die wichtigste Quelle für unsere Kenntnis von Goyas Persönlichkeit.
Leider ist uns über die Kindheitsjahre nur sehr we-lug bekannt. Was wir wissen, stammt aus mündlicher Uberlieferung, aus Schriften, die kurz nach dem Tod des Künstlers veröffentlicht wurden, und aus gelegentlichen Bemerkungen in den Briefen an Zapater. Dreizehn oder vierzehn Jahre alt, trat Goya als Lehrling in die Werkstatt von José Luzán ein, einem geschickten Maler, der große, dekorative spätbarocke Bilder mit religiösen Themen für Kirchen ausführte.
1 Die Heilige Familie. Vor 1771. Öl auf Leinwand. Slg. Simon-sen, Genf