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Zum Tode von Franz Josef Strauß -ein Staatsmann, dessen Erbe weiterlebt
Wilfried Scharnagl
Franz Josef Strauß ist tot. Er ist gestorben aus der Kraft und der Fülle eines Lebens heraus, dessen Inhalt der Dienst für andere war. Die Leistung für das Gemeinwohl, über vier Jahrzehnte lang mit letztem Einsatz erbracht, hatte bei Strauß stets Vorrang vor der Rücksichtnahme auf eigene Interessen und die eigene Person. Die Pflicht, wie Strauß sie verstanden und der er voll und ganz sein Leben gewidmet hat, war nach der größten Katastrophe der deutschen Geschichte aus der Uberzeugung gewachsen, daß die deutsche Politik niemals wieder auf jene schrecklichen Irrwege kommen dürfe, wie sie seine Generation erlebt hatte, und daß dem deutschen Volk eine dritte Katastrophe im gleichen Jahrhundert und später erspart bleiben sollte. Strauß sah seine heilige Verpflichtung darin, mit seinen Fähigkeiten, mit seiner Kompetenz und Kapazität so lange für andere dazusein und zu arbeiten, solange ihm Gott die Kraft dazu geben würde. Der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende hat dieses Versprechen gehalten. Für ihn galt der Grundsatz, den Cicero, welchen der von einer tiefen klassischen Bildung geprägte Strauß besonders schätzte, überliefert hat: »His salus populi su-