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EINLEITUNG Kindheit und friihe Ju.gendjah.re 1811-1830 FRANZ LISZT wurde ara 22. Október 1811 in dem ungarischen Bauerndorf Doborján (Raiding) im Komitat Sopron (Ödenburg) geborcn. Nur wenige Hauser umfaBte das am Rande der Oberungarischen Tiefebene gelegene Dörfehen, in dem der groöe Musiker seine Kindheit verlebte. Die Wohnung der Familie Liszt befand sich in der am Dorfrand gelegenen Scháferei, die zum Besitztum des Fürsten Eszterházy gehörte. Der Vater Adam Liszt war mehrere Jahre als Verwallungsbeamter im Dienst des Fürsten in...
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EINLEITUNG Kindheit und friihe Ju.gendjah.re 1811-1830 FRANZ LISZT wurde ara 22. Október 1811 in dem ungarischen Bauerndorf Doborján (Raiding) im Komitat Sopron (Ödenburg) geborcn. Nur wenige Hauser umfaBte das am Rande der Oberungarischen Tiefebene gelegene Dörfehen, in dem der groöe Musiker seine Kindheit verlebte. Die Wohnung der Familie Liszt befand sich in der am Dorfrand gelegenen Scháferei, die zum Besitztum des Fürsten Eszterházy gehörte. Der Vater Adam Liszt war mehrere Jahre als Verwallungsbeamter im Dienst des Fürsten in dessen Residenz Kismarton (Eisenstadt) tatig gewesen. Als ein begabter Musiker wirkte er dort in der Kapelle Joseph Haydns mit und verkehrte auch mit Nepomuk Hűmmel, der nach Haydns Weggang die Hofkapelle leitete. 1810 wurde er als Rentmeister der fürstlich-eszterházyschen Scháferei nach Doborján versetzt. Unbekiimmerte Lebensfreude war ein Wesenszug der Mutter. Anna Liszt geborene Láger war die Tochter eines Kurzwarenhándlers aus Krems in Niederösterreich. Gleicliförmig und ohne Störungen verlief das Leben der Familie. Noch in spateren Jahren dachte Liszt oft an seine dörfliche Heimat mit ihren Wiesen und Ackern zuriick, auf denen die Schafherden weideten und die Bauern ihrer Arbeit nachgingen. Die elterliche Wohnung, die landliche Umgebung, der Gang zur nahe gelegenen Kirehe - seine Mutter war eine glaubige Katholikin -, vielleicht auch die temperamentvollen, oft schwermütigen Weisen der Zigeuner: das kaum einmal durch eine Yeránderung unterbrochene Leben lieB den begabten Knaben schon sehr früh zur Musik hinfinden. Der deutsche Dorfschulmeister Rohrer brachte ihm die ersten Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Reehnen bei. Doch das Klavierspiel des Yaters hinterlieB tiefere Eindrücke. Adam Liszt, der die Begabung des Sohnes erkannte, gab dessen Drangen bald nach und erteilte ihm den ersten Klavierunterricht. Der kleine Liszt lernte überraschend schnell die ersten Sehwierigkeiten meistern und war bald ein kleiner Virtuos, so daB man ihn im Altér von neun Jahren bereits in einem öffentlichen Konzert in Sopron (Ödenburg) spielen liefi. Das Auftreten des Knaben in Pozsony (PreBburg) im November 1820 wurde für seine Zukunft entseheidend. Sein Spiel erregte allgemeine Bewunderung und bereehtigt zu den herrlichsten Erwartungen", berichtet die PreBburger Zeitung vom 28. November 1820. Ungarische Magnaten setzten ihm ein Stipendium aus, und Adam Liszt konnte sich entschlieBen, seinem Sohn eine gründliche Ausbildung angedeihen zu lassen. Die Familie iibersiedelte nach Wien. Carl Czerny, ein begabter Schüler Beethovens, übernahm den Klavierunterricht des Knaben, und Antonio Salieri unterrichtete ihn in Harmonie- und Kompositionslehre. Czerny schulte das ungestüme und noch ungezügelte Spiel des Knaben. Durch ihn lernte der Schüler auch das Werk Beethovens kennen. Die deutsche Tonkunst wurde zum Fundament seiner künstlerischen Bildung. Der kleine Pianist wuBte auch in Wien zu gefallen. Nach einem zweiten öffentlichen Konzert, das im kleinen Redoutensaal stattfand, küBte der anwesende Ludwig van Beethoven den jungen Künstler auf die Stirn. Die Anerkennung Beethovens blieb in ihm wach und spornte ihn zu noch höherer Leistung an. Die Erfolge des kleinen Herkules" - wie ein Wiener Blatt den Knaben nannte - veranlaBten den Vater zu einem neuen Schritt in der Ausbildung seines Sohnes. Er sollte den allerbesten Unterrieht erhalten, den der Meinung der Fachwelt nach nur das Pariser Konservatorium bieten konnte. Die íamilie entschloB sich daher, Ende 1823 nach Paris zu übersiedeln. Französiseher Geist, französische

Termékadatok

Cím: Franz Liszt [antikvár]
Szerző: Hedwig Weilguny Willy Handrick
Kiadó: VEB Deutscher Verlag für Musik
Kötés: Vászon
Méret: 220 mm x 300 mm
Hedwig Weilguny művei
Willy Handrick művei
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