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Beginn und Beginnen
E
^ in Plan, ein Vorschlag, viel Briefe hin und her, zuletzt der Auftrag des Verlags: das sind gewissermaßen Zufällig-Jkeiten; sie treffen ein, wenn ein Wunsch waltet, wenn ein höherer Auftrag da war.
Ich glaube ihn vernommen zu haben.
Aber war ich nicht durch meine Bücher über Mahler und Schönberg, meine Zugehörigkeit zu der „neuen Musik" festgelegt, behindert? Konnte es für den „Einseitigen" eine andere als die historische Beziehung geben?
Braucht der Musiker, Schriftsteller, der an ein Schubert-Buch geht, nicht (und vor allem) die menschliche?
Sie hatten den gleichen Ausgang, Schubert wie Mahler. Es war das liebe Wien, das gesegnete Österreich, seine deutsch-südliche Grenzmelodie, die Weise, in der soviel Fremdes und doch schon Nachbarliches erklingt. Aus diesem Österreich kamen sie. Im Alltag der Straße, eines Vorortgartens, der kleinen Bäche, der Wege zwischen Weingärten, der Wiener Vorstadt, begann dieser beiden Meister Welterlebnis; es endete, anders freilich für jeden von ihnen, endete im Unendlichen.
Schubert lebte verborgen, außerhalb seiner Zeit, selbst seiner Stadt, lebte nur im Gemüt. Mahler, an der Wende des nächsten, eines neuen Jahrhunderts, gebot über alle Mittel, beherrschte die größten Theater, die Konzerte, interpretierte, gestaltete und formte Künstler, Menschen, Publikum Im Grund war er dasselbe Kind. Und der gleiche Dämon.
Ich will nicht vergleichen. Nur sagen, daß ich Schubert — und gerade Schubert — liebe, mit der sehnsüchtigsten Liebe (eine solche Liebe bleibt immer Sehnsucht), so sehr liebe, daß ich dieses Buch doch einmal schreiben mußte. Es war ein alter Plan. Ein Wunsch, von keiner Kalenderbegeisterung eingegeben, etwa weil nun, weim es fertig ist und erscheint, hundert Jahre seit