Bővebb ismertető
In mächtigen gesellschaftlichen und weltanschaulichen Wandlungen, in Umbildungen der traditionellen Formen und in den Zusammenstößen dieser mit den progressiven, in neuen künstlerischen Programmen manifestierten Tendenzen formte sich die französische Kunst des 19. Jahrhunderts. Die Malerei schenkte der Weltkunst neue und erneuerte Themenbereiche und Formen, wobei sie gleichzeitig die Traditionen der europäischen Kultur, die Kunst der griechischen und römischen Antike und der Renaissance fortsetzte. Es ist ein schwieriges, ja fast unmögliches Unternehmen, die reiche Geschichte der künstlerischen Bewegungen des Jahrhunderts, die Quellen ihrer verschiedenen Strömungen und ihr weit in unser Jahrhundert hineinreichendes Nachleben in einem einzigen Band zu beschreiben. Bei der kurzen Schilderung der Stiltendenzen möchten wir vor allem die Rolle des Klassizismus und der Romantik hervorheben sowie auf die inhaltliche Seite der Bestrebungen hinweisen.
Auf den ersten Blick erscheint die Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts als ein Geflecht von miteinander polemisierenden Richtungen, dessen Auftakt „der Streit zwischen Klassizismus und Romantik" bildete. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wechselten in schnellerem Rhythmus immer neue Bewegungen, die sich als Gegenspieler zur jeweils Vorangegangenen begriffen. „Im 19. Jahrhundert ist alles Kampf", schrieb Henri Focillon. Die Klassizisten, Romantiker, Realisten, Impressionisten und Symbolisten grenzten sich mit strenger Folgerichtigkeit gegeneinander ab. Das Auftauchen einer neuen malerischen Ausdrucksmöglichkeit setzte jedoch den anderen kein Ende. Nach dem Sieg der Romantik starb der Klassizismus keineswegs, und auch der Realismus löschte nicht die Wirkung der Romantik aus. Das künstlerische Leben des Jahrhunderts war durch die wechselseitige Beeinflussung der einzelnen, in komplizierter Weise miteinander verflochtenen Tendenzen, ja der verschiedenen schöpferischen Äußerungen - Literatur, Musik, bildende Künste - bestimmt.
Mit der Romantik übernahm die Malerei die führende Rolle innerhalb der schönen Künste. Im 19. Jahrhundert wurde Paris zur Metropole der europäischen Malerei, hier entsteht im Zweiten Kaiserreich nach den Plänen von Georges Eugene Haussmann die modernste Stadt ihrer Zeit. Die Hauptlinien der Entwicklung wurden von großen französischen Malerpersönlichkeiten wie David, Delacroix, Courbet, Manet und Cézanne vertreten.
Hinter dem künstlerischen Pluralismus stand als wichtigste Auftraggeber-
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