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Aerstes kapitel
N eincm der letzten Maitage, das Wetter war schon sommerlich, bog ein zurückgeschlagener Land-auer vora Spittelmarkt her in die Kur- und dann in die AdlerstraBe ein und hielt gleich danach vor einem, trotz seiner Front von nur fünf Fenstern, ziemlich ansehnlichen, im übrigen aber altmodischen Hause, dem ein neuer, gelbbrauner Ölfarbenanstrich wohl etvvas mehr Sauberkeit, aber keine Spur von gesteigerter Schönheit gegeben hatte, beinahe das Gegenteil. Ira Fond des Wagens saBen zwei Damen mit einem Bologneserhündchen, das sich der hell-und warmscheirienden Sonne zu freuen schien. Die links sitzende Dame von etwa dreiBig, augenschein-lich eine Erzieherin oder Gesellschafterin, öffnete von ihrem Platz aus zunáchst den Wagenschlag und war dann der anderen, mit Geschmack und Sorg-lichkeit gekleideten und trotz ihrer hohen Fünfzig noch sehr gut aussehenden Dame beim Aussteigen behilflich. Gleich danach aber nahm die Gesellschafterin ihren Platz wieder ein, wahrend die altere Dame auf eine Vortreppe zuschritt und nach Pas-sierung derselben in den Hausflur eintrat. Von die-sem aus stieg sie, so schnell ihre Korpulenz es zu-lieB, eine Holzstiege mit abgelaufenen Stufen hin-auf, untén von sehr wenig Licht, weiter oben aber von einer schweren Luft umgeben, die man füglich als eine Doppelluft bezeichnen konnte. Gerade der Stelle gegenüber, wo die Treppe mündete, befand sich eine Entreetür mit Guckloch und neben diesem ein grünes, knittriges Biechschild, darauf „Professor