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Vorwort
Wie ist eine PerserinWie kann man sie charakterisieren? Um die Frage kurz zu beantworten: Sie ist - auch nach der iranischen Revolution von 1979 - modern und zugleich konservativ. Sie ist modern, weil sie in vieler Hinsicht bereit ist, mit der Zeit zu gehen; sie ist konservativ, weil sie sich den alten Traditionen verpflichtet fühlt und sich nicht ohne weiteres von ihnen lösen kann.
In ihrem Auftreten erinnert die Perserin an eine Inderin oder Japanerin, mit denen sie die nahezu zeremonielle Höflichkeit gemeinsam hat. In ihrer äußeren Erscheinung dagegen ähnelt sie mit ihren dunklen Augen und Haaren und der elfenbeinfarben getönten Haut eher einer Italienerin oder Spanierin.
Persische Dichter haben in ihren Versen einen Idealtypus ihrer Landsmännin geschaffen, die Miniaturmaler, namentlich die des 16. und 17. Jahrhunderts, haben diesen Typus im Bild festgehalten. Danach gleicht ihr Wuchs dem der Zypresse, ihr Gesicht hat die Vollkommenheit und Blässe des Mondes, die Augenbrauen treffen in elegantem Schwung über der Nasenwurzel zusammen, die Augen lassen an scheue Gazellen denken.
Im übrigen unterscheidet sich die Iranerin in ihren Eigenschaften nicht wesentlich von der Mehrzahl der Frauen vieler anderer Länder; sie ist eine anhängliche, opferbereite Tochter und Schwester, sie ist kinderlieb, eine gute Mutter und Ehefrau.
Die Perserin ist Mohammedanerin und trägt insofern das Schicksal, das so gut wie jeder Frau in den islamischen Ländern beschieden ist.
Im Westen wird häufig die den Männern untergeordnete gesellschaftliche Stellung der Mohammedanerin kritisiert. Reformen sind auf diesem Gebiet seit Anfang des
'' Es wird hier sowohl die im Lande selbst übliche Bezeichnung »Iran« mit ihren Ableitungen als auch die noch in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung »Persien« mit ihren Ableitungen verwendet.
fil'iiiti