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Der Aufbruch der Schriftstellerinnen in die Domäne der MännerDort, wo Lügen kurze Beine haben, wo Wahrheiten sich aufdrängen, sind Männer am Ende ihrer HERR-lichkeit angelangt. Nicht in der Politik also, sondern in der Poesie, Verfolgt vom Trauma mißglückter Gesellschaftsveränderung, deprimiert von der Erfahrung, daß Freiheit zuerst einmal kein kollektives, sondern ein privates Problem bleibt, verunsichert durch den Feminismus und verbittert vom Zusammenbruch der früher unterstellten Zusammengehörigkeit von Macht und Moral - drei Worte sagen da alles: Vietnam, Watergate und Kernenergie gammeln sie wütend oder melancholisch, perspektivlos oder nihilistisch durch die Lande: traurige, neurotische Helden, denen eines gemeinsam ist - NervositätMänner haben Geschichte gemacht In der Politik und in der Poesie. Auf beiden Feldern haben sie bestimmt, wie die Welt auszusehen und welche Rolle die Frau in dieser männlichen Welt zu spielen hat. Daß Männer auf alle bedrängenden Fragen der Zeit heute keine befriedigende Antworten mehr wissen, obwohl sie noch immer das Sagen haben, wird nirgendwo so deutlich wie in der Dichtung. Grenzenlos Natur zu beherrschen, den Kosmos in ein unendliches Jagdgebiet zu verwandeln, war der Wunschtraum der Männer durch Jahrhunderte. Die Literatur spiegelte da nur das männlich bestimmte Leben, dem die Frau untergeordnet, in dem ihr der Platz in Familie und Haushalt zugewiesen war.Die Realisierung des männlichen Traums von der Naturbeherrschung ist sichtbar in die Zerstörung des Menschen und seiner Menschlichkeit gemündet Die alte Zeit, die den Kapitalismus hervor-7