Bővebb ismertető
Ein Frauenbuchladen in einer mittelgroBen deutschen Stadt. Ich schaue, welche Bücher es zum Thema Sexualitát gibt: die Ernte aus zwanzig Jahren feministischen Denkens. Es finden sich eine ganze Reihe Bücher über sexuelle Gewalt: Inzest, Vergewaltigung, MiBhandlung, auch Abhandlungen über Pornographie. In einem anderen Regalfach stehen die Bücher über Schwangerschaft, über Geburtenplanung, alternativ oder nicht alternatív, über Geburt, alternativ oder nicht alternativ. Es gibt ein groBes Buch über unseren Körper, mit farbigen Abbildungen von dem, was alles mit unserer Gebármutter und unserer Vagina falsch laufen kann. Es gibt zwei, nein drei Bücher über Menstruation. Und Bücher über Sexualitát, über Lust, über Erotik? Ich finde ein Aufklárungsbuch für Mádchen, einen Sammelband mit Artikeln über Sexualitát, die Hálfte davon handelt mehr von der Macht der Mánner über unseren Körper als vom Lusterlebnis. Mein eigenes Buch Für uns selbst steht da, mit den freundlichen Cartoons und Fotos, die deutlich verraten, in welcher Zeit das Buch entstanden ist: in den siebziger Jahren. In dem Fach lesbisch finde ich noch einiges, das von Sexualitát zu handeln scheint, und bei den Románén entdecke ich noch ein paar Bücher mit metallisch glánzenden Umschlágen: erotische Phantasien von Frauen. In keinem der Bücher finde ich Abbildungen von Mánnern, auBer einem einzigen mánnlichen Geschlechtsteil im Querschnitt. Das ist alles. In einer anderen Buchhandlung, einer normalen, finde ich wenige Bücher über sexuelle Gewalt, hingegen viele Bücher mit Abbildungen nackter Frauen, eingeordnet unter Kunst. Eine Familienenzyklopádie und eine Anzahl Aufklárungsbücher über Sex. Heterosex und dessen Technik. Höflich wird den Mánnern empfohlen, das Vorspiel nicht auszulassen, da es von Frauen ge-