Bővebb ismertető
Einleitung
Königskindern geht es im Märdien meistens nidit gar so besonders gut: Hexen haben auf sie ein Auge geworfen; Zauberer madien sidi ein Vergnügen daraus, Prinzessinnen eine andere Gestalt zu geben, als ihnen angemessen ist; und bÖse Stief- und dito Schwiegermütter treiben ihr Unwesen. Königskinder haben nichts zu lachen. Immerhin, kein bÖser Wolf frißt sie, der Prinz kriegt am Ende dodi seine Liebste, und die Prinzessin muß zwar vielleicht die Rolle des Dornröschens spielen, wird aber zuletzt befreit und gefreit; und wenn sie nidit gestorben ist, dann lebt sie heute nodi Trotzdem: es ist sdion etwas daran, daß Königskinder »können zusammen nidit kommen». Etwas Tragisches schwebt um ihre Häupter. Auf diese Tragik kommt es hier als das »tertium comparationis« an. Sie ist nämlich auch den »Königskindern« eigen, von denen dieses Buch handelt. Die Reidisstädte sind »Königskinder«, sind Städte des Königs gewesen und haben sich auch so genannt, bis sich der Brauch durchgesetzt hat, sie »stette des ridies«, Städte des Reiches, Reidisstädte, Freie Städte und schließlich auch — alles in einem — Freie Reidisstädte zu nennen.
Es gibt zwar theoretisch »die« Reichsstadt; in der Wirklichkeit aber gibt es nur Reidisstädte. Zuletzt sind es noch 51 gewesen. Sie haben Gemeinsames gehabt und haben auch heute noch gemeinsame Traditionen; aber noch mehr unterscheidet sie voneinander. Dessen ungeachtet darf man — und so geschieht es auf den folgenden Seiten — schlankweg von »der« Reichsstadt und »den« Reichsstädten sprechen. Der Boden, auf