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VORWORT
In der Vergangenheit der Strassenbeleuchtung muss — wie überraschend auch—die Sonne als früheste Lichtquelle betrachtet werden; die ebenfalls so urförmhch ist wie der Blitz und das Feuer. Diese natürlichen Lichtquellen wurden durch die vom Menschen geschaffenen verschiedenen brennbaren Materialien (Fett, Ol, Harz, Petroleum, Gas) ergänzt, mit denen Lampen gespeist wurden. Für die Strassenbeleuchtung dienten Öl-, Petroleum- und Gaslampen.
Als Vorgeschichte für die Freiluftausstellung über Strassenbeleuchtung des Ungarischen Elektrotechnischen Museums muss gesagt werden, dass in Ungarn, in Pest-Buda,1777 mit der ständigen Strassenbeleuchtung begonnen wurde, deren Lichtquellen die Rapsöllampen waren. 1856 wurden Gaslampen, ab 1864 Petroleumlampen installiert. Im Millennium-Jahr (1000 jähriges Gründungsjubiläum Ungarns) waren 2500 Öl- und fast 10.000 Gaslampen in Budapest in Betrieb, aber bedeutendste Veränderung auf dem Gebiet der Strassenbeleuchtung brachte die Einführung der elektrischen Beleuchtung.
1873 wurde in Budapest erstmals Bogenhcht-Festbeleuchtung angewendet und zwar beim Besuch des Herzogs von Wales. Ab 1878wurde die Strasse vor der Fabrik GANZ elektrisch beleuchtet. 1879 Installation von Bogenlichtlampen auf der Schlittschuhlaufbahn im Stadtwäldchen, später auch in einem Hotel und in einem Café. 1881 fand die Budapester Ausstellung des berühmten ungarischen Malers Munkácsy mit elektrischem Licht statt. 1883 wurden im Budapester Nationaltheater 200 Bogenlichtlampen installiert.
Die ersten Bogenlichtlampen waren reihengeschaltete, kleine Lichtquellen, bei denen auf Wirkung des durchfliessenden Stromes die fix eingestellten Elektroden glühten. Aber ihre Lebensdauer war kurz, die Elektroden mussten oft ausgewechselt werden. Bei der Strassenbeleuchtung Budapests wurden Bogenlichtlampen dieser Konstruktion nicht verwendet.