Bővebb ismertető
VorwortDie Forderung nach einem möglichst umfassenden Fremdwörterbuch hat seit je be-standen. Sie ist unabweisbar geworden, seit an der kulturellen, wirtschaftlichen und technischen Arbeit in standig wachsendem Mafic junge und altere Menschen lemend oder in verantwortlicher Stellung teilnehmen. Sie habén die altén Sprachen, aus denen die Mehrzahl der gebrauchlichen Fremdwörter stammt, nicht oder nicht so weit kennengelernt, daű sie über ihre Bedeutung, ihre Aussprache und ihre Beugung Bescheid wüfiten oder sie wenigstens erschlieűen könnten. Zwar gibt es bereits einige Nachschlagebücher, in denen man sich über Fremdwörter unterrichten kann. Sie be-handeln aber die Fremdwörter nur im Zusammenhang mit den sonstigen Aufgaben, die diese Bücher zu erfüllen habén, und das Liebknechtsehe Volksfremdwörterbuch be-schránkt sich bewufit auf eine verhaltnismáfíig kleine Auswahl, wobei es aber deshalb von besonderer Wichtigkeit ist, weil es sein Hauptaugenmerk auf die Fremdwörter des politisch-gesellschaftswissenschaftlichen Gebietes richtet.Keines dieser Werke soll durch dieses Buch überflüssig gemacht oder ersetzt werden. Absicht der Herausgeber und des Verlages ist es vielmehr, mit dem Fremdwörterbuch die Unsicherheit überwinden zu helfen, die beim Gebrauch der Fremdwörter um so leichter eintritt, als bei der rasch voranschreitenden technischen und kulturellen Entwicklung einerseits und der immer engeren Berührung der nationalen Sprachkreise andererseits standig neue Fremdwörter in unsere Sprache einströmen.Es könnte reizen, sich zu den grundsatzlichen Fragen zu áuűern, die mit diesem Einströmen fremden Wortgutes in unsere Muttersprache zusammenhangen; wir müssen uns hier aber mit der Feststellung begnügen, dafí man da, wo inhaltsgleiche deutsche Wörter zur Verfügung stehen, selbstverstándlich auf Fremdwörter verzichten soll, daű aber eine Scheu vor Fremdwörtern nicht angebracht ist, wenn gleichbedeutende deutsche Wörter nicht vorhanden und ohne Vergewaltigung der deutschen Sprache auch nicht zu bilden sind.Bei der Bearbeitung leiteten uns folgende Gesichtspunkte: Das allgemeine Fremdwort muűte seinen selbstverstándlichen Platz habén. Das groűe Interesse, dem Wissenschaft und Forschung Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Technik begegnen, verlangte aber auch eine starke Berücksichtigung des fremden Fachwortes, soweit es nicht einen zu engen Bereich hat. Alte Fremdwörter, die im kulturellen Érbe unserer Literatyr oder als wissenschaftliche Fachausdxücke vorkommen, sollten ebensowenig vergebens gesucht werden wie Neubildungen aus Politik und Technik. Wie bereits im Duden seit der 12. Auflage (1941) sollten auch in diesem Buch die Eigenheiten des österreichischen und des schweizerischen Sprachgebrauches berück-sichtigt werden.Áltere Fremdwörterbücher, der Duden, Fachwörterbücher, unsere in jahrelanger Arbeit aufgestellten und stets auf dem laufenden gehaltenen Karteien sowie die seit 1945 erschienenen Lexiken einschlieŰlich des siebenbándigen Schweizer Lexikons und der bisher erschienenen Bánde der Groűeri Sowjet-Enzyklopádie waren unsere Quellen. Aber nicht kritiklos wollten wir übernehmen, was sie brachten. Zu diesem Zwecke wurden die Wörter nach Gebietsgruppen geordnet. Fachleute sichteten das zu ihrcm Fache gehörende Fremdwortgut, fügten hinzu, wáhlten aus und definierten. Unsere