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Giorgio Vasari - Freskobildnisse der Frührenaissance [antikvár]

Freskobildnisse der Frührenaissance [antikvár]

Giorgio Vasari

 
MALER DER F R ü H R E N AI S S A N C E VON GIORGIO VASARI DER FLORENTINISCHE MALER, BILDHAUER UND BAUMEISTER GIOTTO Dieselbe Verpflichtung, welche die Meister der Malerkunst der Natur gegenüberhaben,die immer zum Vorbild für diejenigen dient, welche das Gute aus ihren besten und schönsten Teilen auszuwählen wissen und sich unausgesetzt bemühen, sie abzuzeichnen und nachzuahmen, gebührt auch dem florentinischen Maler Giotto, weil, nachdem die gute Malerei und Zeichnung durch die Verheerungen der Kriege lange Jahre vergraben worden...
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MALER DER F R ü H R E N AI S S A N C E VON GIORGIO VASARI DER FLORENTINISCHE MALER, BILDHAUER UND BAUMEISTER GIOTTO Dieselbe Verpflichtung, welche die Meister der Malerkunst der Natur gegenüberhaben,die immer zum Vorbild für diejenigen dient, welche das Gute aus ihren besten und schönsten Teilen auszuwählen wissen und sich unausgesetzt bemühen, sie abzuzeichnen und nachzuahmen, gebührt auch dem florentinischen Maler Giotto, weil, nachdem die gute Malerei und Zeichnung durch die Verheerungen der Kriege lange Jahre vergraben worden waren, durch die Gnade des Himmels er allein, obwohl unter noch ungeschickten Meistern geboren, die fast erstorbene Kunst wieder erweckte und so erhob, daß sie vorzüglich genannt werden konnte. Wahrhaftig, es erscheint als ein seltenes Wunder, wie !ene plumpe und ungeschickte Zeit in Giotto so viel hervorrufen konnte, daß die Zeichenkunst, von der die Menschen damals wenig oder gar keine Kenntnis hatten, durch ihn wieder ins Leben trat. Denn schon im Jahre 1276 wurde dieser große Mann in dem Dorfe Vespignano geboren, dos in der Umgegend von Florenz, vierzehn Meilen von der Stadt entfernt, gelegen ist.») Sein Vater hieß Bondone und war ein schlichter und einfacher Landmann, der seinen Sohn, mit Namen Giotto, nach seinem Vermögen in guten Sitten erzog. Von klein auf zeigte dieser in allem, was er tot, große Lebhaftigkeit und einen ungewöhnlich treffenden Verstand, weshalb er nicht nur seinem Vater, sondern allen, im Dorfe wie in der Umgegend, die ihn kannten, sehr lieb war. Als er zehn Jahre alt wurde, gab ihm Bondone einige Schafe zu hüten, die er auf seinem Grundbesitz da und dort weiden ließ, und weil ihn die Neigung seiner Natur zur Zeichenkunst trieb, zeichnete er auf Steine, Erde und Sand immer etwas nach der Natur oder was ihm sonst in den Sinn kam. Da ging eines Tages Cimabue eines Geschäftes halber von Florenz nach Vespignano und fand Giotto, der, während seine Schafe weideten, auf einer ebenen Steinplatte mit einem etwas zugespitzten Steine ein Schaf nach der Natur zeichnete, was ihn niemand gelehrt, sondern er nur von der Natur gelernt hatte. Cimabue blieb stehen, verwunderte sich sehr und fragte ihn, ob er mit ihm kommen und bei ihm bleiben wolle, worauf der Knabe antwortete; wenn sein Vater damit zufrieden sei, dann würde er es gerne tun. Cimabue verlangte ihn daher von Bodone und dieser willigte gern darein, daß er ihn mit sich nach Florenz führe. Dort erlernte der Knabe, von Cimabue unterrichtet und von der Natur unterstützt, nach kurzer Zeit nicht nur die Manier seines Meisters, sondern ahmte auch die Natur so getreu nach, daß er die plumpe griechische Methode ganz verbannte und die neue und richtigere Weise der Malerei hervorrief, indem er die Bahn brach, lebende Personen gut nach der Natur zu zeichnen, was mehr als zweihundert Jahre nicht geübt worden war, oder wenn es auch, wie wir oben sagten, zuweilen von einigen versucht wurde, es doch keinem so schnell und glücklich gelang wie Giotto, der unter anderem in der Kapelle des Palastes des Podesta zu Florenz, woselbst man es noch heute sieht, ein Bildnis seines Zeitgenossen und sehr lieben Freundes Dante Alighieri verfertigte, eines ebenso gefeierten Dichters, wie Giotto zu gleicher Zeit ein berühmter Maler war, weshalb auch Boccaccio ihn in der Einleitung zu der Novelle verherrlicht hat, die er von ihm und Herrn Forese da Rabatta erzählt. In derselben Kapelle ist, von demselben Meister gearbeitet, das Bildnis des Ser Brunetto Latini, Lehrers des Dante, und des Herrn Corso Donati, eines sehr berühmten Mannes jener Zeit. Seine ersten Arbeiten führte Giotto in der Kapelle des Hochaltars der Bodia von Florenz aus, in welcher ¦) Giottoi Goburtiiotir liegt nictit fest. Nach einer Quelle der er.len Hälfte des 14. Johrtiunderts (Pucci, Centilognio| soll es 1266 sein. iSOI iders in und Engeis I Angst Giotto !ener gewe isrte Sakristei der and< der die gehört, i bei dessen der Mönch. Gebärden zweiten, d Begebenh« die Kapell, die eilige DI sehr lebendig dar« auch zwei sehr Evangelisten Joho auferweckt und wie er der Kapelle Giugni, bildete Giotto die Leid ab, und in der vierte Kirche gegen Norden Tosinghi und Spinelli, di< ist, stellte er die Gebur kündigung, die Anbetun, Christuskind dem Simeon h sehr schöne Szene ist, denn in sich nicht nur eine innige Liebe auf die Arme nimmt, sondern a Kindes, das sich vor ihm fürchtet ausstreckt, aber sich doch bonge sieht, könnte nicht liebreich, sind beim Tode der Muti er vieles arbeitete, was für sehr schön galt, b. eine Verkündigung Maria, wobei er den Schred< die Furcht der Jungfrau beim Erscheinen des Gabriel aufs lebendigste darstellte, indem sie voi ergriffen beinahe fliehen zu wollen scheint. Von gemalt ist auch das Bild auf dem Hochaltar Kapelle, welches noch heute dort steht, mehr ou bestimmten Ehrfurcht vor dem Werke eines Mannes, als aus sonst einem Grunde. In Santa Croce sind vier Kapellen von ihm gemalt, drei zwischen der und der großen Kapelle und eine weitere auf :rn Seite. In der ersten von jenen dreien, in Glockenseile sind und die Ridolfo de'Bardi it das Leben des heiligen Franziskus gemalt, Tod eine große Zahl klagender ur i ziemlich überzeugend in ihren An den Ausdruck der Trauer offenbar e der Familie Peruzzi gehört, sieht iten aus dem Leben Johannis des Tä ht ist, worin der Tanz der H. •tigkeit einige gestellt sind; i schöne

Termékadatok

Cím: Freskobildnisse der Frührenaissance [antikvár]
Szerző: Giorgio Vasari
Kiadó: Berglandverlag
Kötés: Vászon
Méret: 270 mm x 350 mm
Giorgio Vasari művei
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