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Freud und die Zukunft der Religion [antikvár]

Hans Küng

 
Zu diesem Buch Zeitgenössische Theologie bezieht schon seit längerer Zeit die Religionskritik von Psychologie und Psychotherapie - deren bedeutendster Vertreter Sigmund Freud war - in ihr Denken ein, um den Abbau falscher und repressiver Gottesbilder zugunsten von befreienden und heilenden zu betreiben. Umgekehrt aber spielt die Religion - obwohl gerade sie sich mit den vielleicht ältesten und tiefsten Wünschen der Menschheit beschäftigt - im Bereich der Psychoanalyse kaum eine positive Rolle. Hans Küng hat sich mit Sigmund Freud...
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Zu diesem Buch Zeitgenössische Theologie bezieht schon seit längerer Zeit die Religionskritik von Psychologie und Psychotherapie - deren bedeutendster Vertreter Sigmund Freud war - in ihr Denken ein, um den Abbau falscher und repressiver Gottesbilder zugunsten von befreienden und heilenden zu betreiben. Umgekehrt aber spielt die Religion - obwohl gerade sie sich mit den vielleicht ältesten und tiefsten Wünschen der Menschheit beschäftigt - im Bereich der Psychoanalyse kaum eine positive Rolle. Hans Küng hat sich mit Sigmund Freud und dessen Gottesbild in seinem Buch »Existiert Gott ?« intensiv auseinandergesetzt. Für diese Darlegungen ist er mit dem renommierten »Oscar-Pfister-Preis« der American Psychiatric Association ausgezeichnet worden - Grund genug für Hans Küng, dieses Thema der Verdrängung der ReUgion im Bereich der Psychologie, Psychiatrie und Psychoanalyse in seinem Dankesvortrag erneut aufzugreifen. Der vorliegende Band vereint nun diese beiden Texte - »Gott - eine infantile Illusion?« aus »Existiert Gott?« sowie den Vortrag »Religion-das letzte Tabu?« -, die das notwendige Gespräch zwischen Theologie und Psychoanalyse weiter vertiefen wollen. Vorwort Wir stehen im Gespräch zwischen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse einerseits sowie Theologie und Religion andererseits vor einer ungleich komplexeren Gesprächslage als vor zehn Jahren. Da ist zum einen die gegenwärtige Explosion von Religiosität überall auf der Welt in allen möglichen Formen (mythisch, kultisch, mystisch; christhch, indisch, fernöstlich; progressiv, restaurativ), welche die These vom »Absterben der Rehgion« Lügen straft, aber von Psychologen und Theologen gleichermaßen mit gemischten Gefühlen betrachtet wird. Da haben zum zweiten Theologen begonnen, die Religionskritik der Psychoanalyse, die in Sigmund Freud ihren großen Exponenten gefunden hatte, ernst zu nehmen, und zwar in doppeltem Sinn: Abbau falscher, regressiver, repressiver Gottesbilder und Aufbau »gereinigter«, »befreiender«, »heilender« Gottesbilder gleichzeitig. Trotz dieses Rezeptionsvorgangs durch Theologen führt Religion zum dritten im Raum von Psychologie, Psychiatrie und oft auch Psychotherapie nach wie vor ein Winkeldasein. In der alltäglichen Praxis des Psychiaters und besonders Psychoanalytikers spielt Religion - im Gegensatz zur Sexualität - kaum eine Rolle. Ein Fall von »Verdrängung«? 1979 hielt ich an der Yale University die D. H. Terry Lectures zum Thema »Freud and the Problem of God«. Die Veröffentlichung des Materials (identisch mit dem Freud-Kapitel aus »Existiert Gott? Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit«, München 1978) durch Yale University Press hat die Frage nach

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Cím: Freud und die Zukunft der Religion [antikvár]
Szerző: Hans Küng
Kiadó: R. Piper Gmbh & Co. KG
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3492107095
Méret: 120 mm x 190 mm
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