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VORWORT
Ob wir eine Konservendose oder ein Fernsehgerät auspacken: als erstes finden wir eine Betriebsvorschrift. Das ist in einem technischen Zeitalter selbstverständlich. Niemand kann in der Welt der Apparate nach eigenem Ermessen oder gar nach eigenem Empfinden vorgehen. Das einzige Ergebnis wäre ein Betriebsunfall.
Nun verallgemeinern wir aber gern — besonders, wenn dies unserer Trägheit oder Verantwortungsangst dient — und deshalb wäre uns eine Betriebsvorschrift auch für das religiöse Leben sehr willkommen. Was muß ich tun und wie muß ich es tun, um Gott zu gewinnen? Es gibt nun wohl die großen Bahnen der Gebote Gottes und der Lehre der Kirche, doch hat innerhalb dieser Bahnen jeder Mensch seinen eigenen Weg zu Gott. Dieser Weg ist schon an sich nicht immer klar ersichtlich; er muß oft genug mühsam gesucht oder erst gebahnt werden. Überdies können wir ihn nicht ungestört gehen. Es gibt wohl gute Gewalten, die uns diesen Weg zeigen und uns helfen wollen, ihn zu gehen, es gibt aber auch böse, die ihn vernebeln und uns von ihm abbringen wollen.
In seinem Exerzitienbuch nennt der heilige Ignatius diese Gewalten kurzerhand gute und böse „Geister". Damit wird ausgedrückt, daß es sich um innere oder innerlich gespürte Antriebe handelt. Es kann Gott selbst sein, der auf uns einwirkt, es kann die Gnade sein, Engel oder Teufel, die Liebe oder
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