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Führer der Vatikanischen Museen und der Vatikanstadt [antikvár]

Francesco Papafava

 
Geschichtliche Einführung DER VATIKAN In der Antiké entwickelte sich die Stadl Rom fast ausschliefflich auf dem linken Tiberufer. Bis zur Kaiserzeit beschránkten sich die Anlagen auf dem rechten Tiberufer lediglich auf die, die mit dem FluB als Verkehrs-ader in Zusammenhang standén. Darüber hinaus bot der Lehmboden dieser Gegend Gelegenheit zum Töpfern. lm übrigen wechselten kleine Landgüter mit weiten unbebauten, zum Teil gesundheitsschádlichen Gebieten. Wer von der Stadt aus nach Westen schaute, hatte jenseits des Flusses den...
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Geschichtliche Einführung DER VATIKAN In der Antiké entwickelte sich die Stadl Rom fast ausschliefflich auf dem linken Tiberufer. Bis zur Kaiserzeit beschránkten sich die Anlagen auf dem rechten Tiberufer lediglich auf die, die mit dem FluB als Verkehrs-ader in Zusammenhang standén. Darüber hinaus bot der Lehmboden dieser Gegend Gelegenheit zum Töpfern. lm übrigen wechselten kleine Landgüter mit weiten unbebauten, zum Teil gesundheitsschádlichen Gebieten. Wer von der Stadt aus nach Westen schaute, hatte jenseits des Flusses den ebenen Landstrich des ager valicanus vor Augen und im Hintergrund den Hügelrücken der montes vaticani mehr oder weniger parallel zum TiberfluB. Der antiké Ortsname vatico oder vatica ist etruskischen Ur-sprungs. Jedenfalls war dieser Landstrich noch nicht eingemeindet. Die Regionseinteilung unter Augustus macht das ganz deutlich: die XIV. Region, die das Vatikangebiet mitumfaBt, heiBt lediglich trans Tiberim, "jenseits des Tibers". Erst am Ausgang der republikanischen Zeit sind im Gebiet trans Tiberim Vilién für MüBiggang und Freizeit einiger Privilegierter zu finden. So lieB hier die Mutter des Kaisers Caligula (37-41 n.Chr.), Agrippina, herrliche Garten anlegen; andere besaB dort die Familie der Domitier. Die einen wie die anderen gelangten auf dem Wege von háufig durch Gift beschleu-nigten Erbschaften in den Besitz Neros (54-68 n.Chr.) und bildeten die berühmten horti Neronis. Dieser Kaiser lieB den Circus vollenden, den Gaius (= Caligula) begonnen und mit einem Obelisken, den er aus Ágypten hatte herbeischaffen lassen, geschmückt hatte (dieser Obelisk steht heute in der Mitte des Petersplatzes). Schon Augustus hatte hier eine naumachia, ein spezielles Stadion für Seeschlachten, gebaut; eine zweite derartige Anlage soll sich weitertiügelaufwárts befunden habén. Caligula lieB auBerdem noch eine Art Hippodrom anlegen, das Gaianum. Insgesamt handelte es sich alsó hier um eine Parklandschaft mit Sportan-lagen als Erholungsgebiet. Hier aber fanden auch jene grausamen Spiele statt, die Nero für das Volk nach dem Brande Roms im Jahre 64 veranstaltete. So wurde dieser Ort zur Hinrichtungsstátte zahlreicher Christen, wie der römische Historiker Tacitus in seinen Annalen (XV, 44) berichtet. Zu den Opfern záhlte auch der hl. Petrus, der nur unweit vom Orte seines Martyriums beigesetzt wurde. Der Kult zum Gedáchtnis des Apostels erhielt seinen monumentalen Ausdruck in der groBartigen Basilika, die Kaiser Konstantin im Jahre 324, unter Papst Sílvester I., errichten lieB. Aber derselbe Kaiser vollzog eine Abwertung der Stadt Rom, als er im Jahre 330 die Hauptstadt des Reiches nach Konstantinopel verlegte. Für Rom brach die Zeit schrecklicher Barbareneinfálle an: die Goten unter Alarich (410), die Vandalen unter Geiserich (445), und wiederum die Goten unter Witichis (537-538) und Totila (545-546). Wáhrend die alte Stadt immer mehr ihren Atem einhielt, entwickelte sich demgegen-über rings um die vatikanische Basilika ein neues, dioht bevölkertes Quartier: wehrlos, aber wahrscheinlich auf den Schutz vertrauend, den die christianisierten Barbaren dem "heiligen Ort" gewahrten. Anders die Plünderung durch die Sarazenen (846), als Sergius II. Papst war: sie richtete sich gerade gegen die Basiliken von St. Peter und St. Paul. Daraufhin entschloB sich der nachfolgende Papst Leo IV., das Vatikangebiet um die Peterskirche mit starken Mauern zu umgeben, von der Engelsburg bis zum westlichen Rand des Vatikanhügels. So erhielt das Gebiet feste Grenzen und einen Namen: "cittá leonina" wurde es genannt.

Termékadatok

Cím: Führer der Vatikanischen Museen und der Vatikanstadt [antikvár]
Szerző: Francesco Papafava
Kiadó: Monumenti
Kötés: Fűzött papírkötés
ISBN: 8886921810
Méret: 130 mm x 240 mm
Francesco Papafava művei
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Vélemény:
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