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Prolog
Die beständigen, wenn aucli vergeblichen Versuche der Menschheit, dem sicheren Vergessen zu entrinnen, erstaunen mich: Sie drücken sich sowohl in den alten Pyramiden wie in dem Stock eines Kindes aus, mit dem es einen Namen in den frisch gegossenen Gehsteig ritzt. Wir möchten unser Zeichen in dem noch nicht erstarrten Zement der Zeit hinterlassen - etwas, das zeigt, dass wir existiert haben.
Vielleicht treibt dies unsere Spezies dazu, Tagebücher zu schreiben, damit eine noch ungeborene Generation erfährt, wie wir einst geliebt, gehasst, uns gesorgt und gelacht haben. Und was bleibt davon übrig? Vielleicht nicht mehr als ein poetischer Versuch, denn Tagebücher sterben mit ihren Autoren. Das jedenfalls habe ich früher geglaubt. Ich habe aber gelernt, dass die Sache noch einen anderen Aspekt hat. Denn während wir unser Leben und die dazugehörigen Umstände, unsere Perspektiven und weit gespannten Prinzipien aufzeichnen, haben wir nichts als unsere eigene Reflexion vor