Bővebb ismertető
Es war an einem Oktobertag, als er sich zum ersten Mal auf den
Stufen von St. Peter zeigte. Vor sich ein großes Kruzifix, das er
mit beiden Händen wie ein Schwert umfaßte. Seine ersten
Worte «Non abbiate paura!» (Fürchtet euch nicht!) hallten
auf dem Platz wider, und im gleichen Augenblick verstand
jedermann, daß sich am Himmel etwas bewegt hatte. Nach
dem Mann des guten Willens, der das Konzil begonnen hatte,
nach dem großen geistlichen Vater, der es beendet hatte, und
nach dem sanften und flüchtigen Intermezzo, das vorüberging
wie der Flug einer Taube, hatte Gott uns einen Zeugen
geschickt.
Man erfuhr, daß er aus Polen stammte. Ich hatte eher den
Eindruck, daß er seine Netze am Ufer eines Sees verlassen
hatte und daß er geradewegs aus Galiläa kam auf den Spuren
des Apostels Petrus. Nie fühlte ich mich so nahe am Evange-
lium. Denn diese Worte „Fürchtet euch nicht!" waren an eine
Welt gerichtet, wo der Mensch Angst hat vor dem Menschen,
wo er Angst hat vor dem Leben und noch mehr vor dem Tod,
Angst vor den Kräften der Energien, die ihn zum Gefangenen
machen, Angst vor allem, vor dem Nichts und manchmal
sogar vor seiner eigenen Angst. Aber es war auch - oder es
könnte so sein - die Ermutigung eines Jüngers am Morgen des
christlichen Zeitalters, mit der er seine Brüder aufrief, Zeugnis
abzulegen. Ais er sprach, stieg aus dem Marmor die Erinne-
rung an den Zirkus des Nero auf, worauf St. Peter errichtet ist.
Weder für die erstaunten Menschen auf dem Platz, deren
Gesichter in einem anderen Licht erstrahlten, noch für meine
Nachbarn, denen die Tränen kamen, noch für mich gab es