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Fußball Europameisterschaft 1976 [antikvár]

Eugen Bergant, Jiri Pech, Peter Bizer, Walter Lutz

 
Europameister TschechoslowakeiVon Jiri Pechr, PragWie ein Geschenk kam dieser Titel aus Bel-grad und Zagreb, denn in diesem Jahr 1976hatte der tschechoslowakische Fußball seinen75. Geburtstag zu feiern.Fußball - dieser englische Import - freilichfand in Böhmen bereits im Jahre 1887 seine er-sten Jünger. Der böhmische Fußballverbandwurde allerdings erst im Herbst 1901 gegrün-det, wurde sofort Mitglied der FIFA, aber nacheiner Intervention der damaligen österrei-chisch-ungarischen Regierung auch gleichwieder ausgeschlossen. Ein Dispens...
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Europameister TschechoslowakeiVon Jiri Pechr, PragWie ein Geschenk kam dieser Titel aus Bel-grad und Zagreb, denn in diesem Jahr 1976hatte der tschechoslowakische Fußball seinen75. Geburtstag zu feiern.Fußball - dieser englische Import - freilichfand in Böhmen bereits im Jahre 1887 seine er-sten Jünger. Der böhmische Fußballverbandwurde allerdings erst im Herbst 1901 gegrün-det, wurde sofort Mitglied der FIFA, aber nacheiner Intervention der damaligen österrei-chisch-ungarischen Regierung auch gleichwieder ausgeschlossen. Ein Dispens der FIFAöffnete bald jedoch den tschechischen Fußbal-lern den Weg in die Fußball-Welt, und schonim Jahre 1911 gewannen die Tschechen diedamals inoffizielle Europameisterschaft inRoubaix. Und dies, obwohl die Tschechoslo-wakei als selbständiger Staat erst auf denTrümmern der österreichisch-ungarischenMonarchie nach dem ersten Weltkrieg imJahre 1918 entstand.Der Erfolg der tschechoslowakischen Na-tionalelf bei der Europameisterschaft zähltgewiß zu den größten Fußball-Überraschun-gen des letzten Jahrzehnts. Es ist jedoch keineinmaliger Erfolg. Gestatten Sie, daß wir unsnoch ein wenig an die Fußball-Geschichte hal-ten. Schon im Jahre 1920 erreichte die Tsche-choslowakei das Endspiel des Olympia-Tur-niers von Antwerpen.Im Jahre 1934 drangen die tschechoslowa-kischen Fußballer in das Endspiel der Welt-meisterschaft in Rom vor. Dort unterlagen sieItalien erst nach Verlängerung mit 1:2. Daswar der Höhepunkt der glorreichen Ära derPlanicka, Zenisek, Cambai, Svoboda, Nejedly,Puc und anderer.1962 fuhr die tschechoslowakische Natio-nalelf als Außenseiter zur WM nach Chile.Und sie kämpfte sich bis ins Endspiel durch,das sie infolge einer Indisposition des Torhü-ters Schrojf - des bis dahin besten Torhütersdes Turniers - gegen Brasilien (ohne Pele) 1:3verlor. Das war die Ära der Masopust, Pluskal,Novak, Kvasnak und anderer.Das alles sind unbestreitbare Erfolge, dieden tschechoslowakischen Fußball bekanntund ihm einen internationalen Rang verliehenhaben. Noch bei der Weltmeisterschaft 1974fragte Sepp Herberger die tschechoslowaki-schen Journalisten: Wo seid ihr? Wo sind dieUngarn, die Österreicher und die anderen? Diealle sind zu Hause geblieben, und hier spielennur Fußballer aus Zaire, Haiti und ähnlichenLändern."Wo waren die Tschechoslowaken zur Zeitder WM 1974? Wir könnten etwa sagen: imVorbereitungszustand. Zu dieser Zeit hattefür Vaclav Jezek schon das zweite Jahr seinerTätigkeit als Trainer der Nationalelf begon-nen. Vaclav Jezek aus Liberec war ein eherdurchschnittlicher Spieler gewesen. Er hattedie Junioren-Mannschaften der Prager Duklatrainiert, nachher Sparta Prag zum Titel ge-führt (1966) und dann drei Jahre lang in Hol-land bei ADO Den Haag Erfahrungen gesam-melt. Nach seiner Rückkehr nach Prag nahmer sich der Arbeit mit der Nationalelf an.Gleich zu Anfang gelang ihm ein glücklicherSchachzug: er lud Dr. Jozef Venglos zur Mit-arbeit ein, jenen ehemals hervorragendenAbwehrspieler von Slovan Bratislava, derheute als einer der besten Fußball-Theoretikerin der Tschechoslowakei anerkannt wird. Dr.Venglos hatte bereits früher in Zusammenar-beit mit Jan Fabera erfolgreich an der Betreu-ung der CSSR-Auswahl unter 23" mitge-wirkt, die 1972 durch ihren Sieg im Endspielmit der Sowjetunion die Europameisterschaftgewann. Es ist bestimmt kein Zufall, daß sechsSpieler dieser ehemaligen Mannschaft im Bel-grader Endspiel mit dabei waren.Trainer Jezek begann seine Arbeit mit derIdee, einen Libero vom Typ eines Franz Bek-kenbauer zu finden. Dieser Idee unterwarf erim ersten halben Jahr seiner Tätigkeit alle

Termékadatok

Cím: Fußball Europameisterschaft 1976 [antikvár]
Szerző: Eugen Bergant , Jiri Pech , Peter Bizer Walter Lutz
Kiadó: Copress-Verlag
Kötés: Ragasztott kemény papírkötés
ISBN: 3767900920
Méret: 170 mm x 240 mm
Eugen Bergant művei
Jiri Pech művei
Peter Bizer művei
Walter Lutz művei
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