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Fürwahr, du schöne Jüdin, jung und rein, Mir ist um deine Seelenrettung bange. Oh, komm zu mir, du holder Engel mein, Und meinen Segen auf dein Haupt empfange. Die du auf Erden herrlich bist und schön, Erretten möcht ich deiner Unschuld Schleier. Dir, Christo, und dem Herrn in Himmelshöhn Sing ich mein Lob auf gottergebner Leier. 5
Oh, gebt mir Kraft, daß durch den frommen Klang Und durch das Lied der demutvollen Saiten Der Jungfrau Herz ich könnte vorbereiten, Auf daß es bald den heil'gen Geist empfang, •f Erst sechzehn Jahr, in Unschuld still ergeben, Die Braue schwarz und unterm Linnen zwei Gar jungfräuliche Hügel leise beben, Das Beinchen süß, der Perlenzähne Reih Was lächelst du, was liegt auf deinen Zügen Wie Morgenrot ein Schimmer zart und mild? Mein schönes Judenkind, ich will nicht lügen, Es ist nicht dein, es ist Mariä Bild, •f Im stillen Dorf, entfernt vom Tun und Walten Jerusalems mit seiner Buhlerschar (Die Satan fürs Verderben will erhalten), Noch unerkannt ein schönes Mädchen war. Sie lebte ohne Sorgen manches Jahr, Und neben ihr der würdevolle Gatte, 6