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Karte von Valletta und Umgebung, 1572 gedruckt.
EINFÜHRUNG
Der maltesische Archipel besteht aus einer Gruppé kleiner Inseln im mittleren Teil des Mittelmeers auf halbem Wege zwischen Gibraltar und Port Said. Sie liegen 58 Meilen südlich von Sizilien und 220 Mei-len nördlich von Tripoli, Libyen. Die drei Hauptinseln der Gruppé habén eine Gesamt-bevölkerung von 330.000. Malta, die grösste, mit ei-nem Gebiet von 95 Quadratmeilen ist 1 7 Meilen lang und 9 Meilen breit.
Gozo, die zweitgrösste, hat ein Gebiet von 26 Quadratmeilen. Sie ist 9 Meilen lang und 5 Meilen breit. Comino ist eine Quadratmeile. Sie ist etwas mehr als eine Meile breit und etwas weniger als eine Meile lang.
Die restlichen Inselchen sind klein und unbewohnt. Cominotto liegt Comino am náchsten, Filfla ist etwa vier Meilen südöstlich von Malta, und die St Paul's Inseln «II-Gzejjer» liegen am Eingang zur Bucht von St Paul. Der Legende nach erlitt hier der Apostel im Jahre 60 Schiffbruch, als er auf dem Weg nach Rom war, wo er unter Anklage stand. Ein grosser Felsen, den man in der Dwejra-Bucht an der Westküste von Gozo fand, ist bekannt als ll-Gebla Tal General (der Generalsfelsen) oder Fungus Rock. Die volkskundliche Medizin glaubte, dass der auf dem Felsen wachsende Pilz gegen Blutungen und Ruhr wirkte. Der Ursprung des Namens Malta geht wahr-scheinlich auf die Phönizier zurück, eine Seefahrer-nation, welche die Insel «Malet» nannten, was Ha-fen bedeutete, wegen ihrer natürlichen Háfen. Spá-ter erwáhnten die Römer die Insel als «Melita», mög-licherweise eine Entstellung des phönizischen Worts «Malet». Da die Römer jedoch den Malteser Honig
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