Bővebb ismertető
'V-II !il. ' I I i.l,' 1 ' 'l-, : I V ' 'I .'M -'I ; I' I II . -^V' ''h'" '--.fiiHilfe bei NotfällenWichtige Informationen bei Unfällen durcii gefahrlictie Meerestiere finden Sie im Kapitel Die Waffen der Meerestiere und im Artenteil am Anfang jeder Tierart bzw. -gruppe unter den farbig gelcenn-zeiclmeten Stichpunkten Verbreitung, Symptome, Erste Hilfe und Spezifische Therapie. Ausführlichere Erklärungen finden Sie im Text und im Kapitel Erste Hilfe, Seite 152-160. Das Verbreitungsgebiet eines Tieres kann eine nützliche Hilfe bei der Bestimmung der Art sein. So kann z. B. der Kontakt mit einer vermeintlichen Seeschlange im Roten Meer oder Aüanti-schen Ozean sofort als ungefährlich erkannt werden, da es in diesen Gebieten keine Seeschlangen gibt (Verwechslung z. B. mit Schlangenaal). Kommt es beim Kontakt mit einem Meerestier zu einer Verletzung, kann man anhand der Symptome feststellen, ob die Verletzung wirklich von dem mutmaßlichen Tier verursacht wurde. Bei der Ersten Hilfe ist es ratsam, keine Hausmittel oder veraltete Methoden anzuwenden, da sich das Krankheitsbild des Betroffenen verschlimmern karm. In den letzten Jahren hat sich durch neue Erkenntnisse vieles geändert, doch ist das heutige Wissen noch lange nicht vollständig, weil viele im Meer vorkommenden Gifte noch unbekarmt sind. Die Angaben über spezifische Therapie sind Hinweise für Ärzte, die sich in diesem Fachgebiet nicht auskennen. Dies kann in abgelegenen Gebieten sehr hilfreich sein, wenn nur ein allgemein-medizinischer Arzt, aber kein Spezialist zur Verfügung steht. Bei VersSndigungs-schwierigkeiten linden Sie deutsch-engli-sehe Verzeichnisse der medizinischen Fachausdrücken ab Seite 166, Tiernamen ab Seite 168.Das Buch ist nicht nur für rettende Maßnahmen bei Unfiillen gedacht, sondern soll hauptsächlich der Vorbeugung dienen. Je mehr wir über die Tiere und ihr Verhalten wissen, um so leichter ist es, Unfälle zu vermeiden.Wichtiger HinweisDie in diesem Buch enthaltenen Empfehlungen für Behandlungsmethoden und Medikamente wurden von Autor und Fachberater nach dem neuesten Wissensstand verfaßt, können aber nicht als einzig gültige Methoden angesehen werden, denn die wissenschaftliche Medizin ist einer ständigen Entwicklung unterworfen. Auch gehen die Meinungen verschiedener Experten bei ungesicherten Kenntnissen oft weit auseinander. Obwohl wir der heutigen Medizin in vielen Fällen vertrauen können, kann sie nicht in allen Bereichen auf die Erfahrungen von Jahrhunderten zurückgreifen, denn der Tauchsport ist erst seit wenigen Jahrzehnten möglich. Die Kenntnisse über die Behandlungsmethoden bei Verletzungen durch Meeresüere sind deshalb noch unvollkommen. Praktische Erfahrungen können meistens nicht richtig ausgewertet werden und beruhen häufig auf Vermutiingen, da die Tiere nur selten richtig identifiziert wurden.Viele biochemische Substanzen des Meeres sind tiiermolabil und in einem Labor kaum zu isolieren. Deshalb sind viele Gifte und Toxine noch nicht oder nur ungenügend erforscht, was die Herstellung von Antiseren unmöglich macht. Eine annähernde Vollständigkeit des Wissens über die Biochemie der Gifte und die damit verbundenen Therapiemöglichkeiten wäre wünschenswert, ist aber in nächster Zeit nicht zu erwarten. Unfälle mit Meeresüeren sind relativ selten und Pharmakonzerne haben wenig Interesse, kostenintensive Forschungsarbeit zu leisten, wenn kein ausreichend großer Markt für ein neues Produkt vorhanden ist. In vielen Fällen können deshalb nur die Symptome behandelt werden.Aus unterschiedlichen Gründen leiden heute immer mehr Menschen an Allergien, so daß die bisherigen Erfalirungs-werte nicht auf solche Personengruppen anwendbar sind. Es kann dann zu unvorherselibaren Reaktionen kommen. Deshalb muß jeder für sich entscheiden, welches Risiko er einzugehen bereit istBei jedem Unfall im Meer, besonders bei solchen mit Folgeschäden, werden wir daran erinnert, daß wir nicht in jeder Sitiiation Herr der Lage sein können. Es ist deshalb angebracht, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und sich Wissen anzueignen, bevor es zu einem Unfall kommt. Jeder, der sich ins Meer begibt, sollte die Gefahren kennen und lernen, sich so zu verhalten, daß er sich an der Natur erfreuen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen.