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DER SHERIFF VON TURNERSVILLESheriff Jones starrte finsteren Blickes auf den großen gelben Umschlag'mit dem Absenderaufdruck Jefferson Turner, Baumwollplantagen, Turners= ville, Georgia, den er soeben, von einer Dienstfahrt zurückkehrend, auf seinem Schreibtisch vorgefxmden hatte. Jedesmal, wenn er einen dieser gel= ben Briefe in der Hand hielt, was mit ziemlicher Regelmäßigkeit alle vier, sechs Wochen geschah, fühlte er die Versuchung, ihn ungeöffnet zu zerrei= ßen, sich ins Auto zu setzen, nach Atlanta zu fahren und dem Richter seinen silbernen Stern auf den Schreibtisch zu knallen: Ich will nicht mehr, Sir! Ich lege mein Amt nieder! Beauftragen Sie Sam Miles mit meiner Vertre= txmg, bis ein neuer Sheriff gewählt ist. Ich habe es satt! Ich eigne mich nicht zum Büttel größenwahnsinniger Plantagenbesitzer!Seit zwei Jahren, seit sie ihn wider Erwarten imd gegen alle Vorausset= Zungen zum Sheriff von Turnersville gewählt hatten, fühlte er immer wieder diese Versuchung. Er hatte ihr niemals nachgegeben, sein Pflicht= und Ver= antwortimgsbewußtsein hatten ihn immer wieder davon zurückgehalten. Das Vertrauen der Bevölkerimg hatte ihn berufen, er war für vier Jahre gewählt, und er mußte diese vier Jahre aushalten. Er mußte gerade der Farbigen wegen aushalten, denn es war kein Zweifel daran, daß ihre Stim= men bei seiner Wahl den Ausschlag gegeben hatten. Er wußte, daß sie ihn im Herrenhaus, im Plantagenbüro tmd hier und da auch in der Stadt heimlich den Niggersheriff narmten, rücht, weil er farbiges Blut gehabt hätte das hatte er zweifellos nicht, sondern weil er sein Amt den Negerstimmen ver= daiikte imd weil er sich in den zwei Jahren seiner Amtstätigkeit im Rahmen seiner schwachen Möglichkeiten gemüht hatte, wenigstens das ärgste Unrecht von den Plantagenarbeitem und ihren Familien in Blacktown abzu= wenden. Er hatte wenig genug tun körmen. Es war nicht in seine Macht