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Rätsel an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit
Kapitel 1
Die heiße Mittagssonne brannte an diesem Augusttag erbarmungslos auf die ausgedorrten weiten Ebenen der Wüste im Hochland von Nevada herab. Die Luft flimmerte über den Steinen und kargen Büschen der abgelegenen Steppe, über der sich ein tiefblauer Himmel wölbte - ein geradezu typischer Sommertag in jener noch so ursprünglichen Gegend, deren Szenerie gut und gern einem alten Wildweststreifen entstammen hätte können. Über die felsigen Hügel strich ein sanfter Wind, der allerdings kaum Abkühlung verschaffte, sondern eher dafür sorgte, daß alles noch mehr austrocknete.
Wer sich hier verirrte, wer hier nicht genügend Wasser mit sich trug und keine Möglichkeit fand, Hilfe zu holen, hatte es mit dem Leben verscherzt. Meilenweit bot sich im Umkreis dasselbe Bild: Gestrüpp, Felsen und Geröll, ausgetrocknete Flußtäler, einige sanftere Höhenzüge hier und schroffe Berge am Horizont.
Im »Silberstaat« Nevada, der im Westen vom Küstenland Kalifornien und im Osten von Utah und dem »Grand-Canyon-Staat« Arizona begrenzt wird, gibt es viel einsames Land, verlassene Minen, ausgetrocknete Salzseen und außer den Spielermetropolen Las Vegas und Reno nicht viel Sehenswertes, so glauben manche.
Viele Landstriche machen den Eindruck, als hätte sich an ihnen seit geologischen Zeitaltem nichts geändert. Ein scheinbar unberührtes Land. Doch dieser Eindruck trügt
Die Ruhe an jenem Ort war überwältigend, fast betäubend in ihrer Perfektion. Rein gar nichts war zu hören, kein Vogel, keine Grille, nicht das Rauschen des Windes oder das Rascheln einer Eidechse. Rundum nur Steine und Sträucher.