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Der Leutnant Tor Nielsen hastete auf der von den Telegrafenmasten vorgeschriebenen Spur den Steilhang zum Werk hinab. Er hatte es eilig. Ganz Norwegen hatte es in diesen Tagen eilig. Die einen eilten, das Land mit grobem Fuß zu zertreten, die anderen, es zu schützen, einige, es zu verraten, viele, es zu verlassen. Alles geschah hektisch, wütend, verzweifelt und mit wilder Betriebsamkeit.Von der Seilbahnstation aus stürzte der Berg gefährlich steil hinab, aber der Leutnant war jung und berggewohnt, mit starken und flinken Beinen ausgestattet, wenn auch das Herz sie noch schneller gewünscht hätte, so schnell wie seinen Willen, der wie auf mächtigen Schwingen dähinbrauste. Noch sah der junge Mann nichts von dem großen Werk dort unten im Tal. Der siebenstöckige Fabrikklotz schmiegte sich dicht an die Steilwand, eine Ritterburg der neuen Zeit, unnahbar wie seine Herren Besitzer, schwer erkennbar wie die geheimen Ströme von Geld, die in ihre Tresore flössen, unangreifbar wie die verhüllte Macht, die sie im Lande ausübten. In dieser Stunde aber waren Unnahbarkeit, Tarnung und Sicherheit des Werkes Norsk Hydro aufgehoben. Vor seinen Toren standen Fremde. Sie führten den Adler auf ihren Fahnen, waren aber selbst wie Heuschrecken, ekelhaft und unaufhaltsam zugleich. Zwischen ihrem summenden Schwärm und dem großen Werk stand eine dünne Kette norwegischer Soldaten, mit dem Eid an den König gebunden, keinen Fußbreit des Landes den Heuschrecken zu überlassen, und mit dem heißen Willen, zu handeln, wie das eigene und das allgemeine Gesetz es befahl, aber ohne mehr als drei Dutzend Patronen in der Tasche und mit leeren