Bővebb ismertető
Mr. Hyman hatte über dreifíig Jahre lang Zeitungen hinter der Theke seines Ladens an der Sixth Avenue verkauft, in dem es auch Papierwaren und Süfíigkeiten gab. Die Sensationen und Verbrechen New Yorks waren táglich in Form von Zeitungs-meldungen durch seine Hánde gegangen; aber bis zu diesem Wochenende im Juni, an dem sich gleich um die Ecke in Nr. 62 eine Tragödie ereignete, hatte er Zeitungen nur als Einnahme-quelle betrachtet - statt als Chronik der Leiden wirklicher Men-schen aus Fleisch und Blut, die er sogar selbst kannte. Bisher hatte noch kein Zeitungsbericht Mr. Hyman und die Kinder aus der Nachbarschaft, mit denen er sich so gut verstand, ernst-lich berührt.In der guten altén Zeit unter der Hochbahn, als die Morgen-zeitung zwei Cent kostete und Kinder nur einen einzigen Cent brauchten, um einen Mundvoll Süfiigkeiten zu bekommen, hatte Mr. Hyman Freundschaft mit den Kindern geschlossen. Er hatte ihnen Lakritze verkauft, ihre Streitigkeiten geschlichtet und ihre Entwicklung verfolgt. Und jedes Jahr tauchten neue Gesichter in seinem Laden auf. Mr. Hyman behandelte alle gleichmáfíig freundlich - solange sie die Magaziné in den Verkaufsstándern in Ruhe liefien. Er kannte ihre Persönlichkeiten und Probleme, und er hatte sie einfach gern, diese verflixten Kinder.Die beiden, die eben hereingekommen waren, lebten noch nicht lange hier; sie wohnten seit etwa fünf Monaten mit ihrer Mutter in einem Apartment Nr. 62: Sheilah, ein hübsches Mád-chen von zehn Jahren, und ihr sechsjáhriger Brúder Benjámin, der stets ein wenig schweigsam war. Dafi der Junge >Benjy< hiefí, hatte Mr. Hyman schon am ersten Tag gehört, weil seine áltere Schwester ihn nachdrücklich ermahnte, er solle nichts anfassen. Der Junge kam zwar mehrmals alléin, um Kleinigkeiten einzu-kaufen, aber er sprach bei diesen Gelegenheiten von seiner Schwester als >Shee<, und Mr. Hyman muíke ihn nach dem rich-tigen Namen fragen, um zu erfahren, dafi sie Sheilah hiefi.Was kann ich heute für euch tun? fragte Mr. Hyman.Ich brauche bitté etwas Kleingeld fürs Telefon, antwortete Sheilah und legte einen Zweidollarschein auf den Ladentisch. Als Mr. Hyman unwillkürlich zögerte, fügte sie hinzu: Der bringt Glück, wissen Sie.Komisch, bisher habe ich immer nur das Gegenteil gehört!