Bővebb ismertető
vorwort
Briefe bedeutender Menschen sind unschätzbare Quellen geschichtlichen Verslehens einer Zeit. In innen vollzieht sich jene Verschnnelzung des Allgemeinen und Besonderen, die dem geschichtlichen Leben den seltsamen Reiz verleiht, der immer von neuem zum Versenken in die Vergangenheit lockt. Briefe sind unvergleichliche Wege zum Begreifen gerade der handelnden Menschen. Die intimsten Seelenregungen, die den Zeitgenossen vielfach verborgen bleiben müssen, die aber doch ebenso zu den Voraussetzungen geschichtlichen Tuns gezählt werden müssen wie die äußeren Umstände und Gegebenheiten, mit denen der Staatsmann zu rechnen hat, werden in ihnen aufgedeckt, so daß oft sie erst die entscheidenden Motive des Handelns erkennen lassen. Das Ineinander des Privaten und öffentlichen, in seiner unlösbaren gegenseitigen Durchdringung oft ein schier unversiegbarer Quell von Irrtümern, kann durch Briefe zu einem Schacht werden, der das kostbare Erz erschließen läßt. Am offensten aber gibt der Mensch sein Inneres dem geliebten Wesen preis, das mit ihm den gleichen Pulsschlag des Lebens fühlt. In ihren Liebesbeziehungen dek-ken die Handelnden die Maße ihres inneren Seins auf, und so können gerade Liebesbriefe, Briefe an die Frau, an die Geliebte, zur lebendigen sprudelnden Quelle werden, zum Wasser, in dem sich das Antlitz der geschichtlichen Persönlichkeit spiegelt.
Es ist bekannt, welche überragende Bedeutung die Liebe zur Gattin im Leben Bismarcks hatte. Die Briefe an seine Braut