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1871
»Leider ist Ihre Mutter nicht bei bester Gesundheit, Miß Brantforde«, sagte Sir William Jenner. Damit hatte Davina gerechnet. Schweigend wartete sie, bis der Arzt der Königin weitersprach. Dabei sah sie ihn an. »Kein Wunder, nachdem sie sich so überanstrengt hat! Und dazu kam noch die Angst um Ihren Vater.«
»Wenn wir doch bloß von ihm hören würden . . . Seit zwei Monaten haben wir keinen Brief bekommen.«
Sir William nickte. »Das bedrückt Sie natürlich sehr. Jedenfalls müssen wir erst einmal dafür sorgen, daß Ihre Mutter wieder etwas optimistischer in die Welt blickt, und sie von ihren Sorgen ablenken.«
Davina hielt das für unmöglich, aber sie sprach es nicht aus.
»Ich habe mit ihrer Zofe geredet«, fuhr er fort. »Anscheinend ist sie eine sehr tüchtige Frau. Sie hat versichert, sie würde darauf achten, daß sich Ihre Mutter ungestört ausruhen kann, nur wenige Besucher empfängt und die Medizin nimmt, die ich ihr im Lauf dieses Tages schicken werde.«
»Sie waren sehr freundlich«, sagte Davina. »Mamas Zustand beunruhigt mich wirklich sehr.«
»Sehen Sie zu, daß Sie anständige, nahrhafte Mahlzeiten zu sich nimmt«, trug Sir William ihr auf, dann ging er zur Tür. Davina folgte ihm. In der Halle lagen sein Zylinder, die Glacehandschuhe und der Spazierstock