Bővebb ismertető
Als es unten auf der Straße zweimal hintereinander kurz hupte, rannte Susanne Schäfer zum Fenster. Sie hatte auf dieses Zeichen, das sie mit ihrem Freund, dem jungen Rechtsanwalt Dr. Oskar Wünning vereinbart hatte, schon ungeduldig gewartet.Sie öffnete das Fenster und winkte. Vor dem Haus stand keine Laterne, und sie konnte sein Auto eher ahnen als erkennen. Aber sie wußte, daß er ihren Umriß, scharf abgegrenzt gegen den hell erleuchteten Raum im zweiten Stock, sehr deutlich sah.Hastig schloß sie das Fenster wieder, riß den Kleiderschrank auf, warf noch einen letzten prüfenden Blick in den langen Spiegel, der an der Innenseite der einen Tür befestigt war ja, sie konnte mit ihrem Aussehen zufrieden sein. Ihr schimmerndes blondes Haar, das sie sich am Nachmittag gewaschen und aufgedreht hatte, bauschte sich in weichen Wellen um ihr schmales Gesicht, die klaren grauen Augen unter den schwarzen getuschten Wimpern strahlten vor Erwartung.Während der Schulstunden verzichtete Susanne Schäfer ganz bewußt auf jedes Make-up, aber jetzt hatte sie ihren vollen, ein wenig breiten Mund mit einem hellen Stift nachgezogen, damit er kleiner und noch ausdrucksvoller wirkte. Sie trug ein blaues, ganz einfach geschnittenes Kleid in Leinenstruktur selbstgeschneidert , das ihre schlanke, mädchenhafte Figur sehr vorteilhaft zur Geltung brachte. Sie dachte manchmal, daß die Figur das Beste an ihr wäre. Dennoch verzichtete sie während der Schulzeit auf jede Betonung ihrer Linien es hätte sich nicht gehört. So trug sie vor der Klasse; 1 ,'