Bővebb ismertető
Die Gemäldegalerie Neue Meister entstand - zunächst als Abteilung für die Kunst des 19. Jahrhunderts der traditionsreichen Dresdener Gemäldegalerie - unter dem Druck bürgerlich-demokratischer Bildungsbestrebungen, unter dem Einfluß der bürgerlichen Revolution von 1848. Galt es damals zunächst im Hinblick auf die Sammlungstätigkeit das Werk zeitgenössischer deutscher Künstler zu erschließen, so ist die jüngste Geschichte der Galerie - seit ihrem Einzug in das Albertinum (20. Oktober 1965) - gekennzeichnet durch ihre unmittelbare und befruchtende Ausstrahlung in das rege kulturelle Leben der DDR. Gemeinsam mit den anderen wertvollen Beständen der weltberühmten Dresdener Kunstsammlungen, deren Bewahrung wir der Freundschaftstat der Sowjetunion danken, zählen die Werke der Gemäldegalerie Neue Meister zu den Kostbarkeiten des kulturellen Erbes unseres Volkes. Im neuen sozialistischen Dresden, das aus den Trümmern der barbarischen Zerstörung am 13. Februar 1945 durch den Fleiß seiner Bürger zu einem regen Zentrum der sozialistischen Industrie, Wissenschaft und Kunst emporwuchs, fand die Gemäldegalerie im günstig gelegenen Albertinum eine würdige Heimstatt. In zwölf großen hellen Oberlichtsälen und drei größeren Seitenlichtsälen kommen die Meisterwerke der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, ergänzt durch ausgewählte Beispiele der Bildhauerkunst beider Jahrhunderte aus dem Bestand der Skulpturensammlung, zu schöner Wirkung. Dank der konsequenten sozialistischen Kulturpolitik der DDR konnten die reichhaltigen Bestände der Gemäldegalerie Neue Meister in einem ihrer Bedeutung entsprechenden kulturhistorischen Bauwerk Dresdens nach modernen museologischen Prinzipien ausgestellt werden. Vor dem zweiten Weltkrieg waren die Werke der Romantiker in der Secundogenitur auf der Brühischen Terrasse und die Werke des 20. Jahrhunderts in der Osthalle der Sempergalerie, den jetzigen Ausstellungsräumen des Historischen Museums, untergebracht. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte einen geplanten Neubau. Zwischen 1946 und 1965 nahm Schloß Pillnitz die Galerie provisorisch auf. Gehören die Werke der deutschen Romantik, der Deutsch-Römer, des französischen und deutschen Impressionismus und des Expressionismus in Deutschland zu den traditionsreichen Beständen der Galerie, so bekam sie durch die Einrichtung der Abteilungen Proletarisch-Revolutionäre Kunst und Sozialistische Gegenwartskunst (1962) eine notwendige Ergänzung. Damit wird eine Brücke geschlagen von den guten Traditionen der humanistischen Kunst früherer Jahrhunderte zu den besten Werken der Künstler des sozialistischen Zeitalters. Die zielstrebige Ankaufspolitik der letzten Jahre - maßgeblich unterstützt durch das Ministerium für Kultur, den Kulturfonds der DDR und den Rat der Stadt Dresden - bot die Grundlage für die Einbeziehung von Werken des sozialistischen Realismus aus der Sowjetunion und aus anderen befreundeten sozialistischen Ländern in den Bestand der Galerie.