Bővebb ismertető
München; Grant mit Bieren.
Hundekämpfe: Charlys treuer Killer. Jede Sanistagnacht lassen in den USA Dog-fighter ihre Tiere aufeinander los - beißwütige, eigens für den Kampf gezüchtete Hunde. Das blutige Schauspiel wird in geheimen Arenen aufgeführt, denn Züchter wie Zuschauer riskieren drakonische Strafen. GEO gelang eine Reportage aus dem Untergrund der US-Gesellschaft.
Seite 6
Darieeling: Zug in die Wolken.
Einst fuhr die britische Kolonial-Society mit diesem Bähnchen in die Sommerfrische. Aber auch heute noch zuckeln die bunten Züge hinauf in den Himalaya.
Seite 58
Finnland: Oase am Polarkreis. Wie eh und jeh verarbeitet und exportiert Finnland Holz und Holzprodukte aus seinen endlosen Wäldern. Nach dem Zweiten Weltkrieg indes gelang dem Land der Sprung in die Gesellschaft der Industrienationen. Und dennoch wird unser Finnland-Bild weiter von Seen, Inseln und Mitternachtssonne geprägt.
Seite 106
Pompeji:
Der zweite Untergang. Bis ins 18. Jahrhundert war die im Jahre 79 vom Vesuv zerstörte Stadt verschollen. Seit Archäologen sie samt vieler der Opfer wieder ans Licht gehoben haben, ist sie erneut in Gefahr. Heute steht die faszinierende Ruinenstadt vor dem Ruin. Seite 132
Über kaum ein anderes deutsches Gemeinwesen sind Halbwahrheiten so zahlreich im Umlauf wie über München. Martin Morlock hat sich bemüht, Vorurteile zurechtzurücken -oder aber von ganzem Herzen zu bestätigen. Seite 30
Hutterer: Jedr gibt, wos'r konn, und kriegt, wos'r braucht. In der Prärie Kanadas arbeitet und betet eine Gemeinschaft von Menschen, die jahrhundertelang ihres Glaubens wegen verfolgt wurden. Über alle Stationen ihrer Flucht aber haben sie sich ihre deutsche Sprache bewahrt. Die Welt draußen gilt ihnen als »Meer der Sünde«, unsere Konsumsucht verabscheuen sie, ihre Haare richten sie nur einmal wöchentlich. Ihr einziges Gesetz ist die Bibel. Seite 74
Titelfoto von Timm Rautcrt: Hutterer-Mädchen in der kanadischen Prärie
Lieber Leser,
ein neuer Mann derGEO-Redaktion ist zu begrüßen und Ihnen vorzustellen: Hermann Schreiber, erfolgreicher Buchautor und seit 1964 Reporter beim „Spiegel", hat seine Arbeit als Chefreporter und Mitglied der Chefredaktion bei GEO aufgenommen.
Daß ich Ihnen Hermann Schreiber mit besonderer Freude als meinen neuen Kollegen vorstelle, wird jeder verstehen, der sich unter den ganz großen Begabungen des deutschen Journalismus auskennt: Schreiber gehört zu ihnen. Ich habe ihn, offen gestanden, jahrelang aus der
Beruflich neu orientiert: Hermann Schreiber, bisher Reporter beim »Spiegel«, ist nun bei GEO. Mit seinem Buch »Mldlife Crisis. Die Krise in der Mitte des Lebens« war er 20 Wochen auf der Liste der Bestseller
Ferne um seine journalistischen Fähigkeiten beneidet — daß er sie nun diesem Magazin als Reporter und betreuender Kollege für andere Reporter zur Verfügung stellt, wird, da bin ich sicher, weiter helfen, aus GEO das Blatt zu machen, von dem Schreiber sagt, es müsse „die erste Adresse der deutschen Reportage und das Magazin sein, in dem ,New Journalism'
auch auf deutsch stattfindet".
Zum mindesten ungewöhnlichen Journalismus trägt mein Kollege Michael Holzach zu dieser Ausgabe bei. Er war ein Jahr lang in einer „Arche", in einer Siedlung der bibeltreuen Hutterer in Kanada; genauer: in der Brudergemeinde Waterton am Fuße der Rocky Mountains. In seinem Bericht aus einer anderen Welt klingt an, wie tief berührt Holzach „von der geschwisterlichen Liebe war, die mich dort umgab".
Nun, wieder zurück in der sündigen Welt, bedrückt ihn Sorge: Zwar erlaubten „die Huttrischen", daß Holzachs Freund, GEO-Fotograf Timm Rau-tert, nach Waterton kommen und — obwohl doch die Hutterer Bilder verabscheuen — Fotos machen durfte, aber: „Wenn der Lehrer Paul in Waterton nun dieses GEO sieht", sagt Holzach, „diese Ausgeburt der Augenlust, die hoffärtige Welt in Wort und Bild — was dann?"
Ich vermute, des frommen Lehrers Reaktionen mindestens auf einen Beitrag in diesem Heft werden von denen unserer anderen Leser nicht sehr unterschieden sein. Ich meine die Reportage, die Benno Kroll und Fotograf Bill Strode von einer der schlimmsten Vergnügungen erarbeitet haben, denen Angehörige einer zivilisierten Gesellschaft nachgehen: von den illegalen Hundekämpfen in den USA.
Es war, erzählt Benno Kroll, nicht leicht — und auch nicht ganz ungefährlich — an die vom FBI gejagten „Dogfighters" heranzukommen; es war noch schwerer, Fotos zu machen, und womöglich am schwersten war es — GEO-Grafiker Andreas Krell kann ein Lied davon singen —, aus der Fülle der Strode-Fotos einen Beitrag zu destillieren, der zwar die „Dogfighters" und deren Besessenheit dokumentiert, die Brutalität dieser Mitmenschen aber nicht auf unerträgliche Weise ausbreitet.
Diese Reportage schockt? Das soll sie auch. Denn es tut uns Menschen gut, gelegentlich darüber betraf-