Bővebb ismertető
Briefe an GEO
Off-Iimits im kalten Germanien
Roger Anderson schilderte die Probleme amerikanischer Stationierungstruppen mit den Deutschen und die der Deutschen mit jenen; GEO Nr. 1/1982
Amberger Bürger bringen der lärmenden Fröhlichkeit amerikanischer Kinder am Vorabend des Allerseelentages deshalb kein Verständnis entgegen, weil sie Allerheiligen feiern. Sie gedenken ihrer Toten mit Friedhofsbesuchen und Kerzen auf den Gräbern. Es ist also ein stiller Tag. Wenn man in einem fremden Land lebt, muß man eben auch dessen Gebräuche respektieren. Mit allen anderen Deutschen sind auch wir Amberger froh, daß amerikanische Männer unsere Sicherheit und Freiheit garantieren. Ein echtes Miteinander kann es aber nur geben, wenn beide Seiten sich darum bemühen. Wir verwahren uns dagegen, einseitig angelastet zu bekommen, wenn es mit dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturkreise nicht klappt.
HANNELORE STÄDTLER 8458 Sulzbach-Rosenberg
Daß den Boys aus den USA das rauhe Klima in der Oberpfalz nicht bekommt, ist ein Problem von Längen- und Breitengraden - Soldatenschicksal. Schon die römischen Legionen hatten ihre liebe Not im kalten Germanien. „In Amerika wird man nach zwei Tagen als Amerikaner akzeptiert", sagt GEO-Fotograf Leonard Freed. Für Europäer, gleich welcher Nationalität, ein unverständliches Angebot. Aus einem Italiener wird in 50 Jahren kein Finne. Europa ist kein Kontinent voller Menschen mit derselben Staatsangehörigkeit, hier leben tatsächlich „Völker" mit typischen Merkmalen. Schließlich: Der militä-risch-politische Blickwinkel der Reportage schielt, weil
Deutliche Aversionen: Gls in der Oberpfaiz
die Verteidigungsbereitschaft unserer „amerikanischen Gastarbeiter" primär auf „die Deutschen" bezogen wird. Realität ist, daß die US-Streitkräfte hier eines ihrer strategisch wichtigsten Territorien in erster Linie zu ihrem eigenen Schutz und Nutzen sichern. Die Bevölkerung derart geschützter Gebiete ist dabei völlig gesichtslos. Wären hier „grüne Männchen" angesiedelt, würde das der Verteidigungsbereitschaft der US-Army keinen Abbruch tun.
HELGALEHNER 8000 München
Es ist für mich schwer vorstellbar, daß ein Farbiger, der so diskriminiert wird, motiviert ist, im Ernstfall sein Leben für uns zu riskieren. Das Vernünftigste wäre, alle Off-limits-Einrichtungen zu boykottieren , damit die Besitzer am Geldbeutel merken: So nicht!
INGO HAGEDORN 4300 Essen
Auf Seite 82 des Berichts schreibt der Autor: „Das Bild, obschon naiv, ist in seinem Dünkel zum Kotzen." Für mich als Christ ist es, mit Verlaub, ein starkes Ärgernis, wenn jemand, hier ein Missionar, den Leib Christi, das Heiligste, das er besitzt, mit einem Mitmenschen teilt und dafür verunglimpft wird.
Dr.G. MATTERN 6384 Schmitten
Der Autor hat lediglich die dünkelhafte Hallung vieler Weißer, leider auch vieler Christen gegenüber Andersrassigen geißeln, keinesfalls aber religiöse Gefühle verletzten wollen.
Kein Verständnis für Naturvölker
Rolf Winter prangerte die Gleichgültigkeit an, mit der der Untergang ganzer Völker hingenommen wird; GEO Nr. 2/1982
Die technische Zivilisation hat eine Domestikationsform des Menschen entstehen lassen, für die naturgegebene Bedingungen nichts mehr bedeuten. Also werden auch Naturvölker kaum geachtet. Früher hielt man diese Menschen für tierhafte Wesen, mit denen man, wie mit Tieren, machen kann, was man will. Heute will man die „Entwicklungsvölker" unserer technischen Zivilisation zuführen. Es findet sich kein Verständnis für die tradierte Kultur dieser Völker, die ohne diese Bindungen nicht bestehen können. So wie es für das domestizierte Tier kein Zurück zur Natur gibt, so kann man offenbar auch vom domestizierten Menschen kein Verständnis für naturhaftes Lebenerwarten.
Dr. E. MEDER
6702 Bad Dürkheim-Leistadt
Seit 1970 gibt es in Deutschland die „Gesellschaft für bedrohte Völker". Diese Organisation, die im übrigen mit „Survival International" zusammenarbeitet, vertritt die Rechte der Völker, die mittel-oder unmittelbar von der Ausrottung bedroht sind. Da wir hier in Deutschland erheblichen Anteil an der Verantwortung für Unterdrückung und Ausbeutung von Minder-
heiten in der Dritten Welt - so durch Landkäufe deutscher Unternehmen in Südamerika - und besonders von Minderheiten im eigenen Land - so der Sinti und Roma - tragen, liegt der Schwerpunkt der Arbeit dieser Gesellschaft* in Deutschland. Sie sehen also, daß sich schon Menschen empören - es sind natürlich bei weitem noch nicht genug.
KNUTHINRICHS 4600 Osnabrück
* Die Adresse der „Gesellschaftfür bedrohte Volkere. V.".- Postf. 159,Groner Straße 40, 3100 Göllingen; Tel.: 0551155 822-3
Was Linien in der Wüste lehren
In Hoimar v. Dllfurths Bericht über die Hintergründe menschlichen „Laufverhaltens" wurde eine These angeführt, nach der die Erdbilder vorkolumbianischer Indianer als Rennstrecken zu erklärensind; GEO Nr. 12/1981
Als Kenner der Ebene von Nazca und vertraut mit allen Theorien, die sich um Linien und Scharrbilder ranken, bezeichne ich die Spekulation, nach welcher die Wüstenfläche als Sportplatz gedient habe, als Schwachsinn. Weshalb zeigt man den staunenden Laien nicht einige Linien, die schnurstracks, über Schrunden und Felsen, zum nächsten Berggipfel führen? Rennstrecke? Reizt mich nicht zum Lachen, ich habe einen Sprung in der Lippe!
ERICH VON DÄNIKEN CH-4532 Feldbrunnen
GEO-Leser von Däniken hat offenbar übersehen, daß die angeführte Hypothese nur zur Erklärung ganz bestimmter und keineswegs aller Scharrbilder herangezogen wurde.
Elneder
Scharrfiguren der Nazca-Kultur in Peru, die nach einerneuen Hypothese Laufbahnen waren
Lieber Leser
Sie waren zu sechst, um außer einer GEO-Re-portage auch einen GEO-Film für das ZDF zu erarbeiten: GEO-Autor Uwe George als Expeditionsleiter, Urs Böhlen als Dolmetscher (und Koch), Uwe Karstens als Navigator, Gerd Scholz als Regisseur und Kameramann, Heinz Höhne als Tonmeister und Jürgen Germer als Landeskenner.
Ihr Ziel war das Tibe-sti, eine - wie Sie sehen werden - wenig erforschte bizarre, menschenabweisende und doch auch unirdisch
schöne Bergregion im afrikanischen Tschad.
Neun Wochen lang waren sie im Tschad unterwegs, ohne uns über ihr Befinden informieren zu können. Das war beunruhigend genug, aber es kam beunruhigender: Ausgerechnet in dieser Zeit erreichte der Bürgerkrieg im Tschad einen neuen Höhepunkt und kamen aus dieser Weltgegend spärliche, aber immer bedrohlicher klingende Nachrichten.
Unter solchen Umständen sind neun Wochen eine Ewigkeit. Dann, endlich, rief
Uwe George aus Tunis an: „Es war haarig", sagte der Mann, der in der Wüste sozusagen zu Hause ist, und: „Die Story ist im Kasten. Alle sind gesund." Wie „haarig und doch auch unwirklich schön" es war, erfahren Sie ab Seite 8 und später im Zweiten Deutschen Fernsehen in der Sendereihe „Querschnitte".
Herzlich Ihr ,
ttaOJM)
Rolf Winter