Bővebb ismertető
Wersetzt denn da aufs falsche Pferd?
Wolfgang Schraps berichtete In GEO Nr. 4/1982 über dle Zucht rolnrasslger Ara-berpferde In Ágypten
Der Autor hat es meisterhaft verstanden, der Allgemein-heit deutlich zu machen, wes-halb das asile Arabische Pferd in seiner Reinblütigkeit erhal-ten bleiben muB. Dies ist um so anerkennenswerter, als heute selbst verdienstvolle Pferdefachleute und Züchter diesen Sachverhalt nicht er-kannthabén.
GEORG THIERER 7525 Bad Schönbom
Der Artikel „Wunder aus Fleisch und Blut" enthált eini-ge Darstellungen, die im In-teresse vieler engagierter Züchter berichtigt werden müssen.
• Das „stark einwárts ge-schwungene Nasenbein" und der spektakuláre „Hecht-kopf" sind typische Kennzei-chen gerade der ágyptischen Pferde und nicht der engli-schen Linien.
• Tahawi-Pferde sind von der internationalen Dachor-ganisation der Araberzucht-verbánde, der World Arabian Horse Organisation (WAHO), nicht generell als Vollblut-Araber anerkannt. Ihre Be-stimmung für die Rennbahn und der charakteristische Un-terschied im Typ führen zu dem Verdacht, daB Engli-sches Vollblut eingekreuzt wurde, das dem Arabischen im Rennen an Schnelligkeit überlegenist.
• Es ist nicht erlaubt, von polnischen und russischen „Schwindelarabern" zu spre-chen. Ihre Zucht erfolgt auf Grund einer erbarmungslo-sen Leistungsauslese, und sie sind berühmt wegen ihrer physiologischen Korrektheit und ihrer überlegenen Kon-stitution. Demgegenüber werden ágyptische Vollblut-araber keiner Leistungsprü-fung unterzogen, und die auf der Rennbahn laufenden sind
in den Stutbüchern nicht als Vollblut eingetragen.
• Die Züchtervereinigungen Pyramid Society und insbe-sondere Blue-Star-Arabians erkennen eine Reihe von Stammpferden nicht als asil an, die der Asil Club als asil geltenláBt.
Dr.-Ing. RUDOLF REEBER 8351 Iggensbach
• Der Hechikopf kommt, wie in GEO be-schríeben, bei allén etwa 214 Araber-Familien und-Unterfamilien vor. Esistfalsch, ihnalsty-pisch agyptisch zu bezeichnen.
• Nachweislich unreine Osl-Araber werden als Vollblut anerkannt, nachweislich reinbliiti-ge Tahawi-Pferde jedoch nicht, vermutlich weil sie nicht „schön" sind. Englisches Vollblut einzukreuzen ist den frommen Tahawis schon aus religiösen Grundén unmöglich.
• Da)3 Araber-Mischlinge gute Pferde sein können, ist in GEO ausdrücklich erwahnt. Sie eignen sich nur nicht, die Rasse der reinen A ra-ber zu erhalten. Jeden Mittwoch und Sonntag kann Dr. Reeber eingetragene Vollblut-Ara-berin Kairó auf der Rennbahn sehen. Red.
Der Artikel hat die Gemüter von Eingeweihten erregt, wiewohl er eben diesen Eingeweihten nichts Neues
»Asller« Araberhengst In elnem Prlvat-gestütbei Kairó
bringt. Er ist aber einer brei-ten Offentlichkeit zugánglich, und er sagt einiges recht un-verblümt. Ehe der Bericht vor einiger Zeit in der amerikani-schen Ausgabe von GEO er-schienen ist, hatte man die dortige Redaktion und den Autor mit phantastischen Schadenersatzforderungen zu erpressen versucht. Ein saudi-scher Prinz hat kürzlich in den USA sechs Vollblutaraber ge-kauft, die auf Importé aus RuBland und Polen zurückge-hen. Nach einem ErlaB König Chaleds dürfen jedoch nur asile Araber importiert werden. Wie sollte Prinz Faife
El Din Ben Saud auf den Ge-danken kommen, ein „pure bred" sei nicht „pure bred"? Wenn solche osteuropáischen Abstammungen heute sogar den Weg nach Saudi-Arabien finden, dann doch nur, weil man dórt der Stutbuchfüh-rung voll vertraut. Das Auffinden asiler Abstammungen blieb wenigen Pedi-gree-Experten vorbehalten. Diese sind bestrebt, an der Beduinentradition ebenso festzuhalten wie an den ein-deutigen Definitionen frühe-rer Stutbücher für arabisches Vollblut.
W. GEORG OLMS Asil Club
Internationale Gemeinschaft zur Erhaltung und Pflege des Asil Arabers 3200 Hildesheim
Es ist wohltuend, daB es solche einfühlsamen Berichte noch gibt. Hier wird für die Pferde der Tahawi-Beduinen
eine Lanze gebrochen. In den arabischen Lándern gibt es alsó noch Genreserven. Stráfli-cherweise erkennt die WAHO im Augenblick die Pferde noch nicht an, wiewohl sie weltweit die polnischen Araber mit ihren Fremdblutantei-len akzeptiert. Die Pferde, die heute noch in der Arabia Deserta anzutreffen sind, ent-sprechen selten im Typ den Vorstellungen europáischer und amerikanischer Pferde-züchter. Aber sie wáren eine vorzügliche Blutauffrischung.
Prof. Dr. Dr. FREDERIK BAKELS Institut für Tierzucht und Tierhygiene derUniversitát München 8042 OberschleiBheim