Bővebb ismertető
Hji'ik hm
Dies ist seit dem Herbst 1976 die erste GEO-Aus-gabe, in der Henri Nannen nicht als Herausgeber figu-riert. Er hat - „70 Jahre und kein biBchen leise", wie ihn sein „Stern" verab-schiedete - das Verlags-haus Gruner + Jahrverlas-sen, in dem, denke ich, niemand ist, der nicht ver-steht, daB sich mit dem Abgang dieses Mannes ei-ne Zásur verbindet.
Nannen war in erster -aber auch in zweiter und noch in dritter - Linie ein „Stern"-Mann, und es gab
Seit sieben Jahren erstmalig nicht als Herausgeber im GEO-Impressum genannt: Henri Nannen, der, 70 Jahre alt, seine Funktionen im Verlagshaus Gruner + Jahr auf-gegeben hat
Zeiten, in denen war er der „Stern". Aber er war auch, sozusagen, GEO's Pate. Denn 1976, als es mit GEO begann, gewáhrte uns der damalige „Stern"-Chef generös redaktionel-le Starthilfen, und dann warb er im „Stern" mit groBem Erfolg um die er-sten GEO-Abonnenten -erfreulich viele von ihnen záhlen immer noch zu un-seren Beziehern -, und schlieBlich war er auch béréit, die ihm von uns an-getragene Herausgeber-schaft anzunehmen: „Alsó gut", sagte er damals, „wenn ihr es wollt, dann mache ich eben für GEO den GrüB-August."
Es wog schwer, daB wir damals auf Nannens Hilfe záhlen konnten. Er hat uns den Start wesentlich er-leichtert, und dafür sind wir GEO-Redakteure ihm dankbar. DaB sich GEO dann rasch vom „Stern" abnabelte, daB aus unse-rem Blatt, das anfangs im Untertitel „Ein Magazin
vom Stern" hieB, eines wurde, das seine eigenen Wege ging und durchaus und offen auch gegen den „Stern" konkurrierte und nicht nur andere, sondern bessere Farbreportagen als das groBe Wochenblatt drucken wollte - Nannen verstand das. Nie hat er in der Zeit, seit ich zu GEO gehöre und er „Stern"-Chefredakteur und GEO-Herausgeber war, auch nur den Versuch gemacht, uns zugunsten des „Stern" in die Arbeit hineinzure-den. Henri Nannen war ein guter Herausgeber, und es ist nicht hámisch gemeint, wenn ich anfüge: Er war eben deshalb ein guter Herausgeber, weil er die GEO-Redaktion gewáh-ren lieB.
Dies ist gottlob kein Nachruf; sprachliches- Öl wáre ganz unangebracht. Denn erstens ist der Mann, der nun nicht mehr in unse-rem Impressum steht, erfreulich vitai und voller Pláne, zu deren Erfüllung wir ihm Glück wünschen, und zweitens: Wenn man sich mit Henri Nannen be-scháftigt, verbietet sich Wortwatte ohnehin. Wir verabschieden mit Re-spekt einen bedeutenden Journalisten.
Herzlich Ihr
Rolf Winter