Bővebb ismertető
In den Vereinigten Staaten von Amerika hat der Autor den Gedanken gefaßt, sich die Geschichte dieser Staatengründung durch die Gestalt George Washingtons zu vergegenwärtigen. In Seattle wirkte er damals als deutscher Konsul; dort im Staate Washington, dem äußersten nordwestlichen des Kontinents, schickte man sich gerade an, den zweihundertsten Geburtstag eines Mannes zu feiern, der merkwürdigerweise zum erstenmal in einem deutschen Kalender penn-sylvanischer Bauern als „des Landes Vater" angeredet worden ist. Der antike Klang eines solchen Titels mag den Humanisten Reinhardt angerührt und in dem Wunsch bestärkt haben, als erster eine deutsche Biographie von Washington zu schreiben, damit einen Staatsmann ehrend, der wie kein anderer Amerika als Einheit verkörpert und der mit einem Satz in seiner Abschiedsadresse als Präsident das Wesen seines Landes umfaßt hat: „be united - be Americans".
Washington, ein karger Schriftsteller, wiewohl unermüdlicher Briefschreiber, und nicht geeignet, vor der Öffentlichkeit zu sprechen, flößte, als er 1789 die erste Präsidentschaft der aus eigenen Kräften entstehenden Demokratie übernahm, seinen Mitbürgern eine Art Ehrfurcht ein, weil niemand wie er als Persönlichkeit so den Gedanken der Union glaubhaft machen konnte. Sein Dasein verwirklichte eine amerikanische Zukunft. Es gilt von ihm, was Benjamin Franklin formuliert hat, als die Nationalversammlung sich in Philadelphia nicht ohne Mühen formierte. Washington hatte die Rolle des Sprechers übernommen, auf den Rücken seines Sessels war eine Sonne gemalt. Der sehr alte, doch immer noch erfinderische Franklin hat vielleicht eine un-