Bővebb ismertető
Ein Wort vor der Tür.
Es wäre verwegen, mit einer hebräischen Litteraturgeschichte vor die Öffentlichkeit zu treten, ohne dem Bewuistsein von der besonderen Schwierigkeit dieser Aufgabe klaren und entschiedenen Ausdruck zu geben. Fast überall sonst arbeitet man mit gegebenen, fest umrissenen, mit dem Nanien sofort bekannten Grölsen: mit dem Volk sind Land und Sprache einem jeden gegenwärtig, die ungehemmte Äufserung seines Geisteslebens in dem überlieferten und zu behandelnden Schrifttum versteht sich von selbst. Hier steht alles auf schwankenden Füisen. Das winzig kleine Volk, um das es sich handelt, zerbröckelt uns in seinen Anfängen unter den Händen in zahlreiche noch weit kleinere Bestandteile, zum Teil recht unsicherer Herkunft. Sein Land, nur ein Bindestrich gleichsam zwischen gewaltigen Kulturländern des Altertums, ist nie ganz in seinem Besitz gewesen, in annähernder Vollständigkeit blofs zwei Jahrhunderte lang. Eine einzige Landschaft verblieb ihm unter fremder Oberherrschaft um kurze 135 Jahre länger. Von da an, seit nun 2^/2 Jahrtausenden, ein Volk ohne Land, in der Zerstreuung lebend, hat Israel selbst der Äufserung seines Geisteslebens keineswegs freie Entfaltung gegönnt. Ganze Zweige seines alten Schrifttums hat es teils eingebüfst, teils verkommen lassen, ja ausgetilgt; wollen wir einige Jahrhunderte weiter hinabkommen, so müssen wir aus Übersetzungen in fremde Sprachen das Verlorene wiederzuerlangen suchen. Selbst überliefert hat Israel nur sein heiliges Buch, und in dessen immer neuer Kommentierung und Glossierung