Bővebb ismertető
Vorwort.
Dafs die politischen Ereignisse der letzten Jahre China und das Chinesentum dem Interessenkreise unseres gebildeten Publikums um ein beträchtliches Stück nähergerückt haben, unterliegt wohl keinem Zweifel. Die — quantitativ wenigstens — reiche, fast zu reiche Litteratur, welche in jüngster Zeit den Büchermarkt auf diesem Gebiet überschwemmt hat, scheint dies zur Genüge zu beweisen. Um so befremdlicher mufs jedoch die Tatsache wirken, dafs ein wesentlicher, vielleicht der wesentlichste Faktor des chinesischen Geisteslebens, die Litteratur, dabei so gut wie unberücksichtigt geblieben ist. Diese Lücke nach Kräften auszufüllen erschien nachgerade als eine selbstverständliche Forderung unserer Zeit, die nicht länger von der Hand zu weisen war, und ich bin daher mit Freuden, wenn auch nicht ohne gewichtige Zweifel an dem eigenen Können, auf den Vorschlag meines Herrn Verlegers eingegangen, eine gemeinverständliche Darstellung der chinesischen Litteratur für das von ihm herausgegebene, ebenso zeitgemäfse wie dankenswerte Sammelwerk beizusteuern. Über die Schwierigkeit eines solchen Unternehmens habe ich mich freilich keiner Täuschung hingegeben. Es ist wohl nicht zu viel behauptet, Avenn eine auf dem Studium der Originaltexte fufsende eingehende und zusammenfassende Darstellung des geistigen Schaffens der Chinesen geradezu als ein erster Versuch dieser Art in der deutschen Litteratur bezeichnet wird; war doch Schotts vor einem halben Jahrhundert erschienener »Entwurf einer Beschreibung der chinesischen Litteratur«, wie schon der Titel besagt, eben nicht mehr als ein Entwurf und obendrein nach Form und Inhalt eine streng fachwissenschaftliche Abhandlung, wohingegen Baumgartner, da