Bővebb ismertető
Dieses Buch zeigt eine Reihe bedeutender Bauten und Bildwerke aus zwei Jahrtausenden europáischer Geschichte. Es versucht, im Wandel der Form, der Religion und der Gesellschaft die Gründe zu zeigen, aus denen diese Werke entstanden sind. Vieles mu8 fehlen, was dem Verfasser oder dem Leser am Herzen liegt. Das Schaffen ganzer Lánder muK beiseite bleiben, wenn es nur Werke auf dem Wege und nicht an einem Ziele hervorgebracht hat. Diese Beschránkung auf die Erfüllungen soll dazu helfen, dafi der Leser Ehrfurcht vor den Begnadeten erlebt, die Europas grofie Selbstdarstellungen geschaffen habén, und dafi er einige dieser Werke, die ihn bestátigen und weiten, lieben lernt. In uns ist die Vergangenheit aufgehoben im Doppelsinne dieses Wortes: durch die Gegenwart beseitigt und doch in ihr bewahrt. Nur aus dem Werden können wir unser Sein begreifen. Mit dieser Schilderung der Vergangenheit will das Buch die beiden grófién Aufgaben erkennen helfen, die Európa für die Zukunft gestellt sind. Die eine ist die politische Verwirklichung jener Einheit, die sich in der Kunst stets dargestellt hat. Jedes Volk spielte sein eigenes Instrument, aber alle klangen in einer Melodie zusammen. Nacheinander wurden die Nationen schöpferisch und setzten die Ziele, welche die anderen aufgriffen und abwandelten. Die zweite Aufgabe ist die Wahrung des geistigen Erbes. Unser Kontinent ist durch einen Abfall von den Werten des zweckfreien Geistes und der schöpferischen Persönlichkeit bedroht. Ihn verführen Technisierung und Nivellierung. Einen stoischen Widerstand gegen die Mechanei zu stárken, dazu sollen die grófién künstlerischen Tatén Europas verpflichtend bewufit gemacht werden. Ein Literaturverzeichnis wáre zu weitláufig geworden. Dafür weisen die bei den meisten Künstlern zitierten Autorennamen auf die wichtigsten Bücher hin. September 1951. Hans Weigert