Bővebb ismertető
Vorwort
Die vorliegende Arbeit bildet den Leitfaden meines Vorlesungszyklus' 'Kirchengeschichte Osteuropas', soweit er sich der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg widmet. Freilich kann eine derartige Darstellung nur eine Orientierung geben, nicht jedoch auf Spezialprobleme der Forschung und der kirchlichen Zeitgeschichte eingehen. Manche Lücken müssen daher von dem interessierten Leser selbst geschlossen werden. Breiter wird der Informationsfluß unter der stürmischen Entwicklung der Jahre 1988-1990, denn hier galt es, den schwierigen Übergang von Kirchenverfolgung oder -unterdrük-kung zur Neugestaltung der wiedergewonnenen Freiheit aufzuzeigen. Das Ausmaß der Wende im gesamten Ostblock war 1988 noch nicht abzusehen. Mir war damals schon klar, daß sich der Kommunismus in Ungarn nicht mehr lange würde halten können. Kaum vorauszusehen war jedoch der schon ein Jahr später beginnende Niedergang des kommunistischen Systems in ganz Mittel- und Osteuropa und der später erfolgte Zusammenbruch der Sowjetunion. Der zeitliche Rahmen der vorgelegten Arbeit endet mit dem Dezember 1991. Entsprechend sind auch die zu diesem Zeitpunkt geltenden politischen Bezeichnungen gewählt worden.
Dem Betrachter der Ereignisse kommen die Worte der Apokalypse in den Sinn: "Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr gerecht und wahrhaftig sind deine Wege" (Apk 15,3). In der Tat verließ Gottes Vorsehung die 'schweigende Kirche' Osteuropas auch in der wohl schwersten Kirchenverfolgung aller Zeiten nicht, wie die Hl. Schrift sagt: "Sie (die Weisheit) führte sie auf wunderbarem Pfad. Sie wurde ihnen am Tag zum Schutz und in der Nacht zum Sternenlicht" (Weish 10,17).
Für die geleistete Hilfe danke ich meinen Mitarbeitern, Frau Wilma Welter, dem Ehepaar Hermann-Josef und Franziska Hüsgen sowie den Herren Andreas Klaes, Alexander Ulrich und Harald Goder recht herzlich.
Bonn, den 20. Dezember 1991