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VORWORT
Das Erscheinen dieses Buches über die Geschichte der Kommunistischen Partei Österreichs hat nicht nur erstrangige Bedeutung für unsere Partei, besonders für ihre Mitglieder der jüngeren Generation, die diese Geschichte nur zu einem kleinen Teil miterlebt haben; das Erscheinen dieses Buches ist darüber hinaus ein längst fälliger Beitrag zur Zeitgeschichte unseres Landes, zu der bis jetzt nur sehr wenige Bücher vorliegen, in welchen die Rolle und die Bedeutung der österreichischen Kommunisten nicht unterschlagen oder bis zur Groteske verzerrt dargestellt worden wären. Dieses Buch soll dem interessierten Leser, der aus der Vergangenheit Orientierungshilfe für Gegenwart und Zukunft schöpfen will, Einblick und Überblick geben und Zusammenhänge zeigen in der politischen Entwicklung Österreichs während entscheidender Jahrzehnte, wie er sie in der gängigen Literatur bisher vergeblich gesucht hat. Es stellt gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum 60. Jahrestag der Gründung der Partei und der Republik Österreich dar, den wir im kommenden Jahr begehen werden.
Die vorliegende, gedrängte, weil notwendigerweise kurzgefaßte Geschichte der KPÖ macht sichtbar, daß die Gründung der Kommunistischen Partei am Ausgang des Ersten Weltkrieges der folgerichtigen und notwendigen Weiterentwicklung der besten Traditionen der österreichischen Arbeiterbewegung entsprach. Die Wurzeln der KPÖ gehen — so wie bei den meisten kommunistischen Parteien — auf den Ausbruch des Ersten Weltkrieges — 1914 — zurück, als die Führung der SPÖ sich auf die Seite der herrschenden Klassen stellte und deren Krieg unterstützte. Dadurch brach sie mit den revolutionären marxistischen Traditionen der frühen sozialdemokratischen Bewegung. Die Gründung der Kommunistischen Partei Österreichs wurde historisch notwendig, als die Führung der SPÖ den Weg des Burgfriedens mit der herrschenden Klasse weiterging, das heißt, auf eine grundlegende, konse-
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