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VORREDE
Die Geschichte der Kunst auf den britischen Inseln — die noch geschrieben werden muß — wird die Geschichte einer oft gehemmten und ebenso oft in ihrem Laufe abgelenkten Entwicklung sein. Die erhaltenen Denkmäler widersprechen der allzuoft gehörten Behauptung, die ungleichmäßig gemischte Rasse der Bewohner Englands, Schottlands und Irlands sei im Grunde unkünstlerisch veranlagt und würde, sich selbst überlassen, wenig oder nichts geschaffen haben, was den Kunsthistoriker irgendwie besonders fesseln kann. Gewiß gebührt den keltischen und lateinischen Elementen innerhalb des britischen Volkes der Ruhm der meisten hervorragenden Schöpfungen ihrer künstlerischen Vergangenheit ; schließlich aber bilden doch diese keltischen und lateinischen Elemente einen integrierenden Bestandteil der britischen Rasse. Wir sind ebenso berechtigt, auf ihre Werke stolz zu sein, wie auf die politischen Talente, die wohl in erster Linie dem germanischen Tropfen ihres Blutes entstammen. Unmöglich kann man die künstlerische Begabung eines Volkes leugnen, das Denkmäler wie die der frühchristlichen Kunst in Irland hinterlassen hat, wie die herrlichen Kirchen, die den Boden Britanniens von Chichester bis Elgin bedecken, wie die Manuskripte des 12., 13. und 14. Jahrhunderts und die Stickereien derselben Zeit, wie die Schöpfungen des Perpendikulärstiles, wie die Miniaturbildnisse, die in ungezählten Mengen von den Tagen Hilliards bis auf die von Cosway entstanden, wie die Renaissance-Architektur von Inigo Jones, Wren und ihren Schülern, wie die Kunst der großen Porträtisten des 18. Jahrhunderts und der Landschafter, ihrer Nachfolger. Selbst viele Schöpfungen der gotischen Renaissance des 19. Jahrhunderts ließen sich hier einreihen. Mag diese ganze Be-wegung auch eine Verirrung sein, mag sie sich mehr auf archäo-
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