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Vorwort zur 7. Auflage.
Seitdem ich vor nunmehr 24 Jahren das Vorvi^ort zur ersten Auflage dieses Buches schrieb, hat sich dasselbe vor allem in der akademischen Welt, aber auch darüber hinaus so stark eingebürgert, daß ich mich über Entstehen, Anlage und Darstellungsform nicht des näheren mehr zu erklären brauche. Nur eine vi^ichtige Stelle sei daher aus jener ersten Vorrede wiederholt: ,,Mein Buch trägt, denke ich, seine eigene Färbung. Zwar habe ich — schon um des didaktischen Zweckes willen, den es in erster Linie verfolgt — möglichste Objektivität erstrebt und diese hinsichtlich der Darstellung der Tatsachen hoffentlich auch annähernd erreicht. Es war mir darum zu tun, ein Buch zu liefern, das durchaus wissenschaftlichen Charakter trüge. Allein eine vollkommene Voraussetzungslosigkeit ist von dem Historiker, und erst recht von dem der Philosophie, nicht zu erreichen, auch nicht einmal zu wünschen; denn sie würde zu schwächlicher Farblosigkeit, gänzlicher Enthaltung vom eigenen (wenn auch nur immanenten) Urteil zur Urteilslosigkeit führen." Dieser Ansicht bin ich auch weiterhin treu geblieben.
Die vorliegende 7. Auflage folgt der vorhergehenden vom Jahre 1921 nach einem längeren Zwischenräume als die meisten früheren den ihren: teils wegen der stärkeren Auflagenhöhe der sechsten, teils wohl wegen der verminderten Kaufkraft der Interessenten. Dieser längere Zeitraum ist dem Texte selber zugute gekommen. Er hat eine stärkere Durcharbeitung als je erfahren; wohl kein Paragraph ist unverändert geblieben. Von stärkeren Änderungen des vorliegenden ersten Bandes weise ich z. B. auf die Berücksichtigung der Aristoteles-Forschungen W. Jae-gers (§ 28) und das hinzugefügte Beispiel einer mittelalterlichen Enzyklopädie (§ 65), überhaupt auf die 10 Seiten