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ERSTER TEIL DIE PATRIARCHENI. DIE SENDUNG ABRAHAMSInUr^ im Sinear, einer lokalen Hauptstadt des Niederen Euphrat, erhielt vor etwa 4000 Jahren ein Mann namens Abram den Besuch Gottes und glaubte ohne Zögern an das Wort: Ich mache dich zu einem großen Volke und segne dich und mache deinen Namen hochberühmt" (1 Mos. 12, 1).Das ist der Ausgangspunkt, den die Heilige Schrift jener ganzen geschichtlichen Entwicklung zuweist, deren Zeuge und wirkende Kraft das Volk Israel gewesen ist. Es ist ein ausgesprochen mystischer Vorgang, ebenso geheimnisvoll seinem Wesen nach und doch ebenso greifbar in seinen Ergebnissen, als es vielleicht für Frankreich die Sendung der hl. Johanna war. Wenn ein kleiner Beduinenstamm, der, wie so viele andere auch, in den Steppen und Ebenen sein Nomadenleben führte, am Ursprung eines derart bedeutsamen Geschickes steht, so werden die fernen Erben des Patriarchen begreifen, daß dieses Geschehen nicht mehr durch die logischen Gesetze der Geschichte zu fassen ist: Gottes eigener Wille muß sich darin ausgedrückt haben.Während zweier Jahrtausende wird dieser mystische Vorgang niemals in Zweifel gezogen werden. Die fernen Nachkommen des erleuchteten Mannes werden sich in der schlimmsten Not wie in den Stunden derVerirrung an jene Verheißung erinnern, um sich an ihr wieder aufzurichten oder um zu bereuen. Abraham, euer Vater", wird Christus sagen, hat gejubelt, daß er meinen Tag schauen sollte." Auf dem Glaubensbekenntnis des Patriarchen werden drei große Religionen fußen: das Judentum, das Christentum und der Islam. Die so winzige Episode: der Aufbruch eines Stammes, der von Ur zu den Hügeln von Charan zieht, ist ein^ AUe Ortsnamen, die in diesem Buche erwähnt werden, sind aus den Karten ersichtlich. Vgl. die Karte Der fruchtbare Länderbogen" S. 2.1 Daniel-Rops, Gottesvolk^