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ERSTES KAPITEL
Mein kurzer, zu lebenslustiger Aufenthalt in Ancona • Cecilia, Marina, Bellino ¦ Die griechische Sklavin vom Lazarett • Bellino gibt sich zu erkennen
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traf in Ancona am 25. Februar des Jahres 1744 spät-
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abends ein und stieg im besten Gasthof ab. Mein Zimmer gefiel mir. Ich sagte dem Wirt, ich wolle Fleisch essen, aber er antwortete mir, in der Fastenzeit äßen Christenmenschen Fastenspeisen.
»Der Heilige Vater hat mir die Erlaubnis gegeben, Fleisch zu essen.«
»Zeigen Sie mir diese Erlaubnis.«
»Er hat sie mir mündlich gegeben.«
»Signor Abbate, ich bin nicht verpflichtet, Ihnen zu glauben.«
»Sie sind ein Dummkopf!«
»In meinem.Hause bin ich der Herr, und ich bitte Sie, in einen anderen Gasthof zu gehen!«
Eine derartige Antwort und Aufforderung, auf die ich ganz und gar nicht gefaßt war, brachte mich in Zorn. Ich fluche, schimpfe, schreie, als plötzlich ein würdevoller Herr ins Zimmer tritt und zu mir sagt: »Signore, Sie haben unrecht, daß Sie Fleisch essen wollen, während in Ancona die Fastenspeisen viel besser sind. Sie haben unrecht, daß Sie den Wirt zwingen wollen, Ihnen auf Ihr Wort zu glauben, und wenn Sie die Erlaubnis des Papstes haben, so haben Sie unrecht, daß Sie in Ihrem Alter sie verlangt haben. Sie haben unrecht, daß Sie sich die Erlaubnis nicht schriftlich geben ließen. Sie haben unrecht, daß Sie den Wirt Dummkopf nennen, denn das ist ein Kompliment, das kein Mensch sich in seinem eigenen Hause gefallen zu lassen braucht. Und endlich haben Sie unrecht, daß Sie solchen Lärm machen.«
Dieser Mensch, der da in mein Zimmer kam, bloß um mich abzukanzeln und mir alles mögliche Unrecht aufzubinden, reizte meine Lachlust, statt mich noch verdrießlicher zu machen, und ich antwortete: