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ZUR EINFÜHRUNG
Am 18. Februar 1979 feierte Gottfried Preissler seinen 85. Geburtstag im Kreise seiner Freunde. Dieses Beisammensein führte "alte" Kollegen, die wie der Jubilar selbst längst im "Ruhestand" leben, mit nunmehr auch "älter" gewordenen einstigen Schülern und Mitarbeitern, die inzwischen verschiedene Positionen in Bildungsverwaltung, Schulpraxis und Wissenschaft eingenommen haben, zu einer harmonischen Geselligkeit zusammen, die sich bei lang voneinander getrennten Menschen selten einstellt. Die Ursache dafür ist wohl in der integrierenden Kraft zu suchen, die Gottfried Preissler, solange ich ihn kenne, stets ausgestrahlt hat. Dank ihrer hat er bewirkt, daß in seinem Kreise geistige und menschliche Begegnungen möglich geworden sind, welche die Beteiligten nicht mehr missen möchten.
Die "Geschichte meines Lebens" hat der Verfasser vor und nach seinem 85. Geburtstag verfaßt. Im Vergleich zu vielen "Memoiren" ist ihr Umfang gewiß gering, doch dürfte der Leser aus ihr insofern manchen Gewinn ziehen, als in dieser Schrift die Erfahrungen eines langen Lebens in gedanklicher Tiefe, mit historischem Einfühlungsvermögen und in einem beachtlichen Gleichgewicht zwischen Freimut und subtiler Zurückhaltung vermittelt sind. Wir werden auf diese Weise eingeladen, den Verlauf dieses Lebens in einem von Wandlungen und Erschütterungen geprägten Jahrhundert nachzu-vollzlehen.
Gottfried Preisslers Lebensgeschichte erscheint in einer internen Ausgabe der Abteilung Allgemeine und Vergleichende Erziehungswissenschaft des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung. Damit soll das Wirken eines Mannes geehrt werden, der in den vergangenen drei Jahrzehnten dem Bildungswesen in Hessen, insbesondere in der Region Kassel, mit seinen Aussagen, Empfehlungen und Aktivitäten manchen Anstoß gegeben hat. Die