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Geschwisterliebe
I
Wenige Jahre waren seit dem grófién Brande ver-gangen, welcher eine der áltesten Stádte der Mark Brandenburg in Schutt und Asche legte; allgemach erhob sie sich wieder gar zierlich und nett aus ihren Trümmern, und wie noch vor kurzem die grauen, mittelalterlichen Giebelháu-ser, als die toten Uberreste einer schöneren Zeit, Achtung und Ehrfurcht eingeflöfit hatten, so machten jetzt die stattlichen Gebáude mit ihren hellen, heiteren Farben den freundlichsten Ein-druck auf den Fremden.
Nur einen kleinen Teil der Stadt, und zwar den jungen, welcher der kreisförmigen Mauer zu-náchst gelegen war, hatten die alles verzehrenden Flammen verschont. Hier standén nur Fischer-hütten, die sich durch ihr klágliches Áufiere stets unvorteilhaft ausgezeichnet hatten, und jetzt nun gar, wo die gröfieren Strafien so sauber und