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VORWORT
Es ist gesagt worden, ein Wesen, das von der Geschichte nichts kennt, ist neu auf der Weh wie ein Kind, ja wie ein Waisenkind, das nichts von seinen Eltern weiß. Wer aber falsche Begriffe von der Geschichte hat, gleicht einem Kinde, das frühzeitig in schlechte Gesellschaft geriet, nur ein Zerrbild des Lebens sah und nie zu einer harmonischen Entfaltung seines Selbst gelangt.
Je nach Entwicklung der Kultur ändert sich der Geist der Geschichtsschreibung, bald von diesem, bald von jenem Berg aus wird die imposante Landschaft betrachtet. Es ist, als stünde immer wieder der Mentor nebenan, deute mit dem Finger von oben herab und versuche des Bildes Entstehung dem Neuling in besonderem Sinne zu erklären. Jene kleinen Andeutungen über Kulturgeschichte, die früher nur verschämt und womöglich in kleineren Lettern am Schluß der Kapitel standen, sind allmählich dem modernen Denker zur Hauptsache geworden. Er klimmt langsam einen nodi fast jungfräulichen Berg heran und steht vor ungeahnten Fernblicken, die ihm der neue Weg erschließt. In diesem Sinne möchte ich meine Beiträge zur Kulturgeschichte aufgefaßt wissen. Es sind Fernblicke von einem lange verschüttet gewesenen Weg aus, der Geduld und Munterkeit im Wandern erfordert. Die ;Studien zu einer Geschichte der Welt — nämlich des Geistes vornehmer Geselligkeit — und ihrer Wediselwirkung mit den anderen Erscheinungen des Lebens heben in
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