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Das Klingeln einer fernen Straßenbahn, das harte Bremsen eines Autos, Lärm der Straße und Kinderlachen drangen undeutlich in den KJassenraum der Petersbergschule. Die Sonne warf die Schatten der beiden Kastanien, die auf dem Schulhof standen, an die hohen, weißgekalkten Zimmerwände, geisterte auf dem Lehrertisch umher und verkroch sich im Papierkorb, der neben dem Schrank an der Wandtafel stand. Durch die geöffneten Fenster strömte die warme Luft des sterbenden Sommers, und ganz nah sang ein Vogel.
Die Arbeitsgemeinschaft der Jungen Historiker hatte sich in der Klasse versammelt. Die Kinder waren ruhiger und aufmerksamer als sonst. Ihre Blicke bohrten sich im Gesicht des Lehrers fest und bezogen es ein in den lautlosen Kreis der Spannung, der sie alle umschlossen hielt. Kaum ein Flüstern kam auf. Als Mänfred seinen Federhalter fallen ließ, zuckten die anderen zusammen, als sei in ihrer Nähe eine Kanone abgefeuert worden.
„Ruhe", zischte Dieter.
„Pst." Hilde legte den Finger an den Mund.
Da lächelte Herr Schluß vergnügt und fing endlich an zu sprechen. „Es ist soweit! Wie oft haben wir davon geredet! Nun dürfen wir mit unserer großen Arbeit beginnen. Ich sage euch aber noch einmal: Es wird nicht leicht sein. Wir haben nur in den Herbstferien dazu Zeit. In diesen zehn Tagen müssen wir sehr viel schaffen. Schaut her!" Er breitete eine große Karte aus. Die Kinder traten neugierig heran. „Hier liegt unsere Stadt. Ihre Geschichte haben wir in diesem Sommer kennengelernt. Nun wird eine Gruppe von euch die Ergebnisse unserer Arbeit in Tabellen, Zeichnungen und Schrifttafeln auswerten. Da sich diese Gruppe in der Hauptsache auf vorhandenes Material stützen kann, ist ihre Arbeit nicht allzuschwer. Deshalb wird ihr noch eine zweite Aufgabe übertragen: